Dienstag, 25.09.2018

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Schmorgeruch an Güterzug: Großeinsatz am Bahnhof Feucht

Feuerwehren suchten zusammen mit Technikern nach dem Brandherd - 23.06.2018 09:49 Uhr

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Brandgeruch bei neuer Lok: Feuerwehreinsatz am Bahnhof Feucht

Am Freitagabend rückten die Feuerwehren aus dem Nürnberger Land zu einem Großeinsatz an den Feuchter Bahnhof aus. Dort hatte ein Lokführer seinen Güterzug gestoppt, nachdem er Brandgeruch wahrgenommen hatte. Vor Ort überprüften die Einsatzkräfte den Zug und suchten mit einer Wärmebildkamera nach dem Brandherd.


Gegen 21.30 Uhr beorderte die Integrierte Leitstelle eine Vielzahl von Einsatzkräften der Feuerwehren aus Feucht, Moosbach, Reichenschwand, Schwarzenbruck und das THW Lauf sowie den Rettungsdienst an den Bahnhof Feucht. Wie der Einsatzleiter des Rettungsdienstes Nürnberg mitteilte, sollte am dortigen Bahnhof die Lok eines Güterzuges brennen.

Vor Ort konnten die Einsatzkräfte zunächst Entwarnung geben. Es handelte sich nicht, wie zunächst vermutet, um einen offenen Brand. Ersten Augenzeugenberichten zufolge, war es zu einer starken Rauchentwicklung an der fabrikneuen Elektrolokomotive vom Typ "Siemens-Vectron" gekommen, die sich gerade auf der Überführungsfahrt vom Werk zu ihrem zukünftigen Einsatzort befand.

Der Lokführer hielt am Bahnhof Feucht an und betätigte vorsorglich die Co²-Löschanlage der Güterlok. Auch die Einsatzkräfte vor Ort konnten deutlichen Schmorgeruch wahrnehmen. Die Identifizierung des Brandherdes gestaltete sich jedoch sehr schwierig. Nach Abschaltung der Oberleitung führte die Feuerwehr eine erste Erkundung durch. Auch mit einer Wärmebildkamera suchten die Einsatzkräfte zusammen mit Technikern der Deutschen Bahn nach dem Brandherd. Nach rund zwei Stunden gaben sie den Einsatz auf. Die Lok wurde zur Überprüfung nach Nürnberg geschleppt. Der Zugführer, wurde vorsorglich vom anwesenden Notarzt untersucht, blieb letztendlich aber unverletzt.

Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Neumarkt blieb während des Einsatzes für mehrere Stunden komplett gesperrt. Gegen 22.55 Uhr wurde ein Gleis wieder für den Zugverkehr freigegeben. Die komplette Strecke war erst gegen 1 Uhr morgens wieder befahrbar. Für Reisende wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Ochenbruck und Feucht eingerichtet. Trotzdem kam es zu langen Wartezeiten.


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