Sonntag, 18.11.2018

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Spatenstich geglückt: Baubeginn für neue Kita in Feucht

Fertigstellung für Ende 2018 geplant - Übergangslösung in mobilen Containern - 25.03.2018 13:55 Uhr

Ordentlich hoch mussten die Herren Kellner, Graf, Rupprecht, Reh, Neumeyer, Strobl, Städtler und Blank die Schippen halten, denn auch die Kinder nahmen vor ihrem neuen Lieblingsplatz Aufstellung. © Julia Hornung


Acht Erwachsene und 21 Kinder haben sich auf dem kleinen Sandhügel vor der riesigen Baugrube aufgestellt. Für die Erwachsenen wird das Fotomachen zum Freitagmorgenworkout, denn so groß sind die Kinder zwar noch nicht, aber doch groß genug, dass die Schippen mindestens über Hüfthöhe gehalten werden müssen. Und: Halten, halten, atmen. Und absetzen. Verglichen mit den Anstrengungen, die die versammelten Herren unternommen haben, bis es mit dem Bau losging, ist die kleine Halteübung jedoch ein Klacks.

"Ich freue mich sehr, dass es jetzt endlich losgeht", sagt Bürgermeister Konrad Rupprecht und gibt einen kurzen Abriss des bisherigen Geschehens in Sachen Lieblingsplatz: Bereits im Mai 2015 hat der Marktgemeinderat den Bau beschlossen und dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) die Trägerschaft übertragen. Bis das Grundstück gefunden und vertraglich und planerisch alles geregelt war, hat es dennoch eine Weile gedauert.

"Ihr fragt euch vielleicht, was der Chef der Bayerischen Staatsforsten hier tut", begrüßt Martin Neumeyer Kinder und Erwachsene. Neumeyer und seine Kollegen Reinhard Strobl, Staatsforsten-Bereichsleiter Immobilien, und Roland Blank, Forstbetriebsleiter aus Nürnberg, sind da, weil das Grundstück an der Sternstraße Eigentum der Bayerischen Staatsforsten ist. Die überlassen es dem Markt Feucht mittels eines Erbpachtvertrags. Mit dem Vertrag vereinbarten die beiden Partner auch, dass der Bauherr Markt Feucht von Massiv- auf Holzbauweise umsteigt. "Eine tolle Kooperation", sagt Neumeyer.

Auf dem Gelände neben der Kita werden die Staatsforsten bauen, ein mehrgeschossiges Gebäude mit Wohnraum für bis zu 120 Bürger, ebenfalls aus Holz. Die beiden Bauprojekte sollen zeigen, "welches Potential der Holzbau hat".

"Unter einem guten Stern"

3,8 Millionen Euro wird die neue Kita kosten, "wobei wir mit einem beträchtlichen Zuschuss vom Freistaat rechnen", sagt Rupprecht. Eines der Kinder honoriert diese Aussage des Rathauschefs mit Applaus, in den die anderen Kinder und die Erwachsenen lachend einsteigen. "Schön, dass die Kinder sich selbstständig zu Wort melden und nicht stumm gerade stehen", befindet ASB-Geschäftsführer Timo Städtler in seinem Grußwort. Ihm sei nicht bang um die Zukunft. Das Projekt stehe unter einem guten Stern.

110 Kinder können in der neuen, barrierefreien Einrichtung betreut werden, die eine Krippe, einen Kindergarten und einen Hort beherbergt. Die Gruppen sind in einzelnen, eingeschossigen Häusern untergebracht, die durch eine ungewöhnliche, scheinbar schwebende Dachkonstruktion, die alles überspannt, verbunden sind. Die Planung stammt von den Architekten Reinhard Graf und Arndt Kellner.

Mobile Container als Übergangslösung

"Das wird bestimmt schön", sagt der stellvertretende Landrat Norbert Reh, der gehört hat, dass sogar ein Baum seinen Platz unter der Dachkonstruktion finden soll. Ein wenig nach hinten verschoben hat sich der Baubeginn bereits wegen der vollen Auftragsbücher der Handwerksfirmen.

Reh sagt, er hoffe, dass sich nicht der Spruch bewahrheite, dass nichts so lange hält wie ein Provisorium. Seit 2015 sind die Kinder, die später in die Sternstraße umziehen sollen, übergangsweise in mobilen Raummodulen in der Schulstraße untergebracht. Ende des Jahres soll die neue Kita fertig sein. Sofern alles nach Plan läuft, könnten die Kinder dann Anfang des nächsten Jahres raus aus den Containern und ihre neue Kita beziehen. 

Julia Hornung

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