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Freitag, 14.12.2018

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Viel Andrang: Tag der Regionen 2018 in Ezelsdorf

Deutschlandweiter Slogan: "Weil Heimat lebendig ist" - 01.10.2018 11:42 Uhr

Im Stroh toben ist heute immer noch genauso beliebt wie früher. © Magdalena Mock


Ezelsdorf ist dieses Jahr Schauplatz des Tags der Regionen Nürnberger Land. Der bundesweite Aktionstag fungiert als Schaufenster in die einzelnen Regionen der Bundesrepublik. Es präsentieren sich eine Vielfalt an regionalen Initiativen und Produkten, Handwerk, Dienstleistungen und Kultur. Mit dem deutschlandweiten Slogan "Weil Heimat lebendig ist", greift der Tag der Regionen 2018 die aktuelle gesellschaftspolitische Diskussion um den Begriff Heimat auf und möchte ihn auf positive Weise stärken.

"Basis für eine gute Nachbarschaft"

Aktionen in der Stadt und auf dem Land zeigen, was die Menschen mit ihrer Heimat verbinden: worauf sie stolz sind, was gut funktioniert, welches Engagement vor Ort vorhanden ist und wie bei allem regionalen Selbstbewusstsein Weltoffenheit und ökologische wie auch soziale Verantwortung gelebt werden. Zentrales Thema ist es, die Bedeutung regionaler Wirtschaftskreisläufe greifbarer zu machen. "Der Tag der Regionen ist wichtig, weil er vielen Menschen den Regionalgedanken nahe bringt. Er schafft Bewusstsein für die Bedeutung von Nahversorgung und Klimaschutz durch kurze Wege. Er fördert die Stadt-Land-Beziehung und ist Basis für eine gute Nachbarschaft", führt der erste Bundesvorstand der Regionalbewegung, Heiner Sindel, aus.

Mit jährlich circa 75.000 Besuchern zählt der Tag der Regionen zu der größten Veranstaltung dieser Art in Deutschland.
Das Event ist damit auch die größte Einzelveranstaltung, die je in dem 2000-Seelen-Ort Ezelsdorf stattgefunden hat. "Wir zeigen uns am Tag der Regionen als eine Gemeinde, die Moderne und Tradition verbindet. Eine Gemeinde mit großem Freizeitangebot, hervorragender frän-
kischer Gastronomie und wunderschöner Natur. Das ehrenamtliche Engagement in unseren vielfältigen Vereinen ist ein Garant für ein lebenswertes Burgthann", preist Bürgermeister Heinz Meyer seine Gemeinde. Zusammen mit Landrat Armin Kroder und Heiner Sindel eröffnet er die Feier.

Tausende von Besuchern

Die Regionalmesse kommt an. Bei klarem Herbstwetter tummeln sich tausende von Besuchern auf dem Festgelände zwischen Kreislehrgarten, Haupt-, Heischbühl- und Schulstraße sowie dem Martin-Luther-Platz. "Das Gelände ist toll gestaltet, so viele schöne Eindrücke. Und der Shuttle-Service ist eine gute Idee", lobt eine begeisterte Besucherin aus Oberferrieden die Organisation. Über 90 Aussteller zeigen hier die Lebendigkeit der Region und ihre Vielfalt. Ihr Ziel: ihre mittelfränkische Heimat positiv, gleichzeitig weltoffen und regional verwurzelt erlebbar zu machen.

Das bunte Markttreiben und die Mitmachaktionen der verschiedensten Vereine bieten Platz für Dialog und Begegnungen. Besonders großer Andrang herrscht bei den Ständen der regionalen Bauern. Hausgemachte Burger, duftende Quarkbällchen, Eier von glücklichen Hühnern, Äpfel, Honig, Schaffelle, Wolle, Brot und Fruchtaufstriche erfreuen die Käufer.

Mit dem Kettcar zur Strohhüpfburg

Der Tag der Regionen in Ezelsdorf bietet jedoch nicht nur einiges an kulinarischen Köstlichkeiten, sondern auch Aktivitäten für die ganze Familie: Vergnügt johlend toben die kleineren Besucher über die originelle Strohhüpfburg des Bayerischen Bauernverbandes. Andere jagen bei einer Öko-Rallye Wissenswertem über Natur und Umwelt nach. Die Goldhut-Grundschule und beide Kindergärten haben ihre Türen für Neugierige geöffnet. Wer sportlich und schwindelfrei ist, erklimmt die mobile Kletterwand der Naturfreunde Deutschlands. Kleine und große Rennfahrer ziehen in ihren Kettcars aneinander auf der Gokartbahn vorbei.

Beim Malwettbewerb um das längste Bild der Region bemühen sich Kinder aus dem ganzen Nürnberger Land, den Rekord von 18 Metern zu knacken. Treffsicherheit ist beim Torwandschießen und beim Lebendkicker des FC Ezelsdorf 1923 gefragt. Die Wasserspiele der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Burgthann bereiten an dem sonnigen Herbsttag Jung und Alt ebenfalls viel Vergnügen. Ein Highlight ist der kleine Kirchweihzug der Kärwaboum Ezelsdorf mit anschließendem Baumaustanzen. Um der Geschichte des außergewöhnlichen, archäologischen Fundstücks Rechnung zu tragen, führen Mitarbeiter des Germanischen Nationalmuseums zum Goldkegelplatz.

Die erste ihrer Art

Auf der Wiese rund um das Aktionsgelände der Bühne hat die Polizei-Inspektion Altdorf ihren Stand aufgeschlagen. "Uns ist wichtig zu zeigen, dass hinter der Polizei Menschen stecken, die auch mal lustig sein können und nicht immer nur Knöllchen verteilen", sagt Polizist Martin Hüller lachend und formt einen Dackel aus quietschenden Luftballons. Nebenan weiht der Arbeiter-Samariter-Bund seine neue Motorrad-Streife ein.

110.000 Euro hat der Bund mit Unterstützung der Sparkasse in sein neues Projekt investiert. Die neuen Motorräder ermöglichen es den Sanitätern, schneller zu Verunglückten in schlecht zugänglichen Gebieten vorzudringen. Sie arbeiten dabei eng mit dem ebenfalls auf der Festwiese vertretenen Bayerischen Roten Kreuz zusammen. "Das Regionale ist uns sehr wichtig. Wir arbeiten Hand in Hand im Landkreis zusammen", sagt Vorsitzender Bruno Schmidt.

Als musikalisches Hauptevent bietet das Sound-Orchester Burgthann eine temporeiche und mitreißende Show. Weiterhin bereichern die inklusive Musikgruppe der Lebenshilfe Nürnberger Land Die Schmetterlinge, der Gesangverein Burgthann, die Männergesangvereine Eintracht aus Schwarzenbach-Dörlbach, Liederkranz 1909 aus Ezelsdorf und Sängerbund aus Oberferrieden sowie die Nachwuchs-Coverband Don Bleu aus Oberferrieden das gelungene Ezelsdorfer Event mit einem abwechslungsreichen Programm. 

Magdalena Mock

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