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Montag, 19.11.2018

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Zusammenlegung: Ungelstettener Kläranlage macht dicht

Die Anlage ist in die Jahre gekommen und wird deshalb geschlossen - 05.05.2018 11:47 Uhr

Die Kläranlage in Winkelhaid: Nach Schließung der Anlage in Ungelstetten werden die Abwässer vom Ortsteil hierher gepumpt. © Blinten


Bürgermeister Michael Schmidt betonte, dass alle Fachleute sich für diese Variante ausgesprochen haben, ebenso wie das Betriebspersonal. Wenn in Zukunft einmal technische Neuerungen eingebaut werden müssen, fallen die Kosten nur noch für einen Standort an.

Ersparnis gibt es auch bei den Betriebskosten, so etwa bei der Beprobung, bei Storm und bei der Wartung der Anlage, ebenso beim Wasserrechtsbescheid, der sich pro Anlage auf 10.000 Euro beläuft.

Bei einer größeren Anlage ist es auch einfacher, Stoßbelastungen bei Starkregen oder Schneeschmelze abzufangen. Dann muss kein Wasser mehr in den Röthenbach übergeleitet werden, somit wird der Bach deutlich entlastet.

Erleichterung fürs Personal

Für das Personal schließlich bringt eine zentrale Anlage natürlich eine Arbeitserleichterung, auch bei der Schlammentsorgung. Bisher muss der Schlamm von Ungelstetten zweimal jährlich nach Winkelhaid gefahren werden. Das nimmt jeweils einen ganzen Tag in Anspruch.

"Jeder rät uns bei all diesen Argumenten zu einer Zusammenlegung", appellierte Bürgermeister Schmidt deshalb an die Gemeinderäte.

Andreas Gleich, Fraktionschef der CSU im Winkelhaider Gemeinderat und Ungelstettener Bürger, ist mit der Zusammenlegung einverstanden, wünscht aber, dass die alte Ungelstettener Kläranlage nach ihrer Stilllegung unbedingt so schnell wie möglich zurückgebaut werden sollte.

In die Jahre gekommen

Fritz Heinicke, Fraktionsvorsitzender der SPD, sieht ebenfalls, dass die Ungelstettener Anlage in die Jahre gekommen ist und die Zusammenlegung mit Winkelhaid die beste Lösung darstellt, ebenso wie Thomas Koch (Grüne): "Es gibt kein einziges Argument gegen diese Lösung." Dem schloss sich auch Ulrich Kretschmer für die Freien Wähler an.

Am Ende stimmte der Gemeinderat gegen eine Stimme für die Zusammenlegung. Allein Hermann Karg äußerte sich dazu skeptisch. Er misstraute den Argumenten des Ingenieurbüros. 

Alex Blinten

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