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Donnerstag, 18.10.2018

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Aufseß: Ein Experte gibt Tipps für Fisch vom Grill

"Ein Stück Fleisch zu grillen, ist bequemer", sagt Ronny Seyfried - 24.08.2018 16:00 Uhr

Fisch ist eine Gaumenfreude - auch für Grillfreunde. © Christian Bayer


Warum trauen sich Grillfreunde nicht so an den Fisch wie ans Fleisch?

Ronny Seyfried: Es ist eine Frage der Verfügbarkeit. Fleisch ist in jeder Ortschaft erhältlich, Fisch kriegt man nicht so leicht. Außerdem ist Fisch kostspieliger. Ein Kilogramm Schweinenacken kostet 2,99 Euro, ein Kilo Fisch nicht unter 10 Euro und da gehen dann auch noch Kopf und Gräten ab. Außerdem haben die meisten Grillfreunde Angst, etwas falsch zu machen. Ein Stück Fleisch zu grillen, ist bequemer.

Wo bekommt einer den am besten geeigneten Fisch und nimmt man Süßwasserfisch oder besser aus dem Meer?

Kennt sich aus mit Fisch (und Fleisch): Ronny Seyfried. © Bezirk


Ronny Seyfried: Den besten Fisch gibt‘s beim Teichwirt um die Ecke, fangfrische Bach- und Regenbogenforellen, Saiblinge, flächendeckend natürlich Karpfen. Karpfen, ab September wieder, ist ein großartiger Grillfisch, gerade auch zum Wintergrillen. Es gilt die Faustregel: Je fetter ein Fisch, desto besser ist das Fischfleisch zum Grillen geeignet. Lachs, Makrele, Hering, Sardinen, Tintenfischtuben, schon eingelegt, sind eine Köstlichkeit. Ökologisch am unbedenklichsten sind die Fische aus unserer Karpfenteichwirtschaft, dazu gehören Hecht, Schleie, Zander, Waller, Grasfisch.

Was ist beim Fische grillen zu beachten, damit sich einer nicht vor den Gästen blamiert?

Ronny Seyfried: Generell kommt es auf die Qualität an. Fangfrischer Fisch sollte lange genug in frischem sauberen Wasser ausgehältert werden, bevor man ihn schlachtet. Der Fisch, der zum Grillen benutzt wird, wird eine Nacht vorher in Salzwasser eingelegt. Fisch hat meistens wenig Eigengeschmack, es reicht nicht, nur die Haut zu salzen. Nach der Nacht in der Lake kann man Kräuter, Knoblauch, eine Säure- oder Öl-Marinade verwenden.

Interview: Ursula Persak 

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