Dienstag, 11.12.2018

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Backofen als Symbol für die Dorferneuerung in Rüssenbach

Langwierige Maßnahme ist weitgehend fertiggestellt — Zwei Millionen Euro verbaut - 04.07.2013 14:00 Uhr

Nach der Segnung und einigen Grußworten lieferte der Backofen knusprige Schäuferle für die hungrige Festgemeinde in Rüssenbach. © fra-press


Nach einer Messfeier in der kleinen Kirche zog die Festgesellschaft in die östliche Hauptstraße, wo Pfarrer Zlatko Kidjemet den renovierten Backofen, die neue Holzbrücke und das Geländer entlang des Bachlaufes, den Brunnentrog und das große Holzkreuz mit der ebenfalls neu angebrachten Sitzgruppe segnete.

Der Ortsvorsitzende der Teilnehmergemeinschaft (TG), Albin Striegel, und der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Wolfgang Brendel, Technischer Amtsrat beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), ließen dann noch einmal die Maßnahme Revue passieren.

So hatten am Anfang der Maßnahme 2008 zunächst die Gestaltung der Inselbrücke mit Buswartehäuschen und Brunnen, die Straßenanbindungen einschließlich der Verlegung des Straßengrabens und die Fahrbahnverbreiterung mit gleichzeitigen Umbau des alten Pfarrhauses in ein Gemeindehaus gestanden.

Im Frühjahr 2010 ging es dann mit dem Tiefen Graben und der Brücke zum Waldweg weiter, bevor dann im Frühjahr 2012 die östliche Hauptstraße, das Backofenumfeld und das Bachgeländer folgten, die in diesem Frühjahr fertiggestellt werden konnten.

„Waren im ursprünglichen Finanzbudget noch Ausgaben von 1,4 Millionen Euro bei ALE-Zuschüssen von 810000 Euro vorgesehen“, wie der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Brendel betonte, „hatten sich durch ein mehr bei der Förderung, durch die Aufnahme des Waldweges und eine notwendig gewordene Budgeterhöhung auf insgesamt eine Million Euro die Gesamtkosten auf 2,02 Millionen Euro erhöht, von denen bislang 1,87 Millionen Euro verbaut wurden.“ Er dankte den Politikern und dem ALE für die rechtzeitige Bereitstellung der Mittel, Bürgermeister Franz Josef Kraus für die gute Zusammenarbeit und den TG-Mitgliedern, Planern und Firmen.

Bürgermeister Franz Josef Kraus lobte in seiner Grußadresse das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) in Bamberg, das sich zusammen mit der Gewährung staatlicher Mittel für den ländlichen Raum als ein Segen für die Rüssenbacher herausgestellt hatte. Aber auch seinen Vize Alfons Dorn, der sich als Rüssenbacher nie hatte entmutigen lassen und heute voll Stolz auf das mit den Zuschüssen des Freistaates und der Stadt Erreichte schauen kann, lobte das Stadtoberhaupt ausdrücklich.

Herbert Götz ausgezeichnet

Eine besondere Auszeichnung erfuhr Herbert Götz, der als verantwortlicher Backofenbauer mit seinen Helfern für das Gelingen bei der Renovierung der beiden Backhäuschen verantwortlich war und dafür jetzt vom 2. Bürgermeister Dorn und TG-Ortsvorsitzendem Striegel mit einer Ehrenurkunde bedacht wurde. Dann endlich stand nur noch einer im Mittelpunkt des Geschehens, nämlich der im neuen Glanz erstrahlende Backofen in der Dorfmitte, der zusammen mit dem zweiten Exemplar am Tiefen Graben mit reichlich Bar- und Eigenleistung von den Bürgern erneuert worden war und jetzt ofenfrische, knusprige Schäuferle mit Kloß und Sauerkraut „ausspuckte“. 

fra-press

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