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Wer nicht rechtzeitig vor dem Anpfiff da war, bekam im Bezirksliga-Spitzenspiel der Herren nur einen Stehplatz. Sämtliche Zuschauerbänke waren besetzt, lange erlebte die Herder-Halle keine solche Geräuschkulisse mehr. Und die Sportler auf dem Parkett sorgten wie erhofft für einen spannenden und temporeichen Schlagabtausch, der nicht mit dem letzten Heimspiel gegen das wehrlose Schlusslicht Röthenbach zu vergleichen war.
Der HV Herzogenaurach lag vor der Partie als Vierter bereits drei Punkte hinter Spitzenreiter Buckenhofen zurück und musste unbedingt gewinnen, um nochmal ins Meisterrennen eingreifen zu können. Bis zur Pause stand die Partie — wie schon beim Unentschieden im Hinspiel — Spitz auf Knopf. Nach zwischenzeitlicher Führung lagen die von Ex-SVB-Coach Florian Schindler betreuten Gäste mit 12:14 zurück.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel brannten die Hausherren, bei denen Friedemann Dürrbeck mit einer Sprunggelenksverletzung ausfiel, ein wahres Feuerwerk ab. Schnell stand es 20:15, Herzogenaurach war vom hohen Tempo des SVB völlig überrumpelt. Doch der HV kam zurück, hielt den Abstand auf drei beziehungsweise vier Treffer.
In eigener Überzahl offenbarte sich aber dann Mitte des zweiten Durchgangs, dass zum ernsthaften Aufstiegsanwärter bei den Herzogenaurachern noch ein Stück fehlt. Im Angriff gingen ihnen die Ideen gegen die kompromisslos verteidigenden Forchheimer aus, die so ihren Vorsprung vorentscheidend auf zehn Tore ausbauten.
„Es war unsere beste Saisonleistung“, freute sich SVB-Trainer Siegbert Bauer nach dem am Ende deutlichen 33:23-Erfolg seiner Mannschaft, „ein Sonderlob hat sich Torwart Markus Reuschl verdient, der super gehalten hat“. Weiterhin punktgleich mit dem ebenfalls siegreichen HC Erlangen IV führt der SV Buckenhofen die Tabelle an, muss nächstes Wochenende beim Dritten TSV Winkelhaid II, der nur zwei Zähler zurückliegt, antreten.
SVB: Reuschl, Zündt; Bäthge (1), Brütting (2), Deittert (2), Hübenthal (4), Krempe (2), Mach (8), Sauer (3), K. Winter (1), M. Winter (8/3), Wirth (2).
Nach den Männern waren am Sonntagabend die Buckenhofener Frauen an der Reihe. Das Team von Trainer Harald Kastner hatte die letzten beiden Spiele gewonnen, sich so deutlich von den Abstiegsplätzen abgesetzt und konnte deshalb völlig befreit in den Vergleich gegen die drittplatzierte SG Regensburg gehen. Befreit spielte in den ersten Minuten allerdings keine der beiden Mannschaften auf. In einer nervös geführten Anfangsphase wurde Regensburg, das nur dank der individuellen Klasse zweier Spielerinnen stets vorlegen konnte, eine handvoll Angriffe wegen Schrittfehlern abgepfiffen. Auf der anderen Seite forderte SVB-Coach Kastner zu Recht „mehr Druck“ von seinen Mädels, die in der Offensive zu durchsichtig und „lasch“ agierten. Mehrmals ließen die Gastgeberinnen die Chance ungenutzt, auszugleichen.
Weil sich die SVB-Frauen zum Ende der ersten Halbzeit hin auch nicht mehr so rustikal in die Zweikämpfe warfen, ging die 10:7-Pausenführung für Regensburg in Ordnung. Der Spielverlauf erinnerte auch im zweiten Durchgang ans letzte Heimspiel der SVB-Frauen vor dem Jahreswechsel gegen den Zweiten HC Weiden, als sich der Favorit über die Hartnäckigkeit des Gegners wunderte und einfach nicht absetzen konnte.
Aus Buckenhofener Sicht fand die Geschichte allerdings auch denselben negativen Ausgang wie beim letzten Mal. Mit 20:24 mussten sich die SVB-Frauen schließlich den druckvolleren Oberpfälzerinnen geschlagen geben. Grund zur Sorge gibt es allerdings nicht, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist fünf Spieltage vor Saisonende mit vier Zählern beruhigend.
SVB: Krieg, Wilutzky; Anderl (3), Börner (5), Brütting, Glöckl (3), Heinrich (1), Knauer (2), Knust (3/3), Lauger (1), von Ostheim (2).

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