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Clubfan kassiert bei Jauch: Sein Telefon-Joker war 101 Jahre alt

Dank seines Vaters: Missionar Christoph von Seggern gewinnt 125.000 Euro - 14.03.2016 21:07 Uhr

Siegerlächeln: Christoph von Seggern (rechts) ist Club-Fan und weiß, wie sich Erfolge anfühlen. Bei "Wer wird Millionär" fuhr er den nächsten ein: 125.000 Euro.

Siegerlächeln: Christoph von Seggern (rechts) ist Club-Fan und weiß, wie sich Erfolge anfühlen. Bei "Wer wird Millionär" fuhr er den nächsten ein: 125.000 Euro. © RTL / Stefan Gregorowius


"Ich bin in doppelter Mission hier", sagt von Seggern, der im knallroten Shirt mit aufgeflocktem FCN-Logo als erster der Kandidaten auf dem heißen Stuhl Platz nimmt. Er ist Missionar der evangelisch-lutherischen Kirche und in Nordbayern zuständig für die Partnerschaften nach Papua-Neuguinea, Tansania, Brasilien, Costa Rica, Liberia und Malaysia.

"Einmal für Jesus und dann noch für den FCN", führt von Seggern seinen Gedanken fort. Wobei, das erzählt der Geistliche auch, er vom Club schon einmal enttäuscht worden sei. Als der Brasilianer Jesus Junior nämlich in Rot-Schwarz auflief, nahm der Missionar das zum Anlass, bei seinem Herz- und Schmerzverein nach Gratis-Tickets für die von ihm betreuten Jugendlichen zu fragen. Es kam: nichts.

Der Traum vom FCN-Flaggenmast

Trotzdem sitzt von Seggern, der früher Pfarrer in Creußen war, in Club-Montur vor Jauch. Auf dem Rücken die Nummer 23, darüber der Name seines Lieblingsspielers: Jesus Junior. Und von Seggern schlägt sich gut. Ratzfatz arbeitet er sich bis auf 8000 Euro hoch, braucht dann die Hilfe des Extra-Jokers, die auch zuverlässig kommt. Dann wird es politisch: Wer ist im Kabinett Merkel der oder die "IBuK"? Von Seggern lässt zwei falsche Antworten streichen, übrig bleiben Ursula von der Leyen und Manuela Schwesig.

Der Missionar "weiß es nicht", zockt aber trotzdem. Und Von der Leyen hievt ihn auf die 32.000-Euro-Stufe. Zeit für etwas Smalltalk. Was sein Kandidat mit dem Geld machen wolle, fragt Jauch. Von Seggern gibt sich bescheiden, hat keine großen Wünsche. Einer müsste aber schon erfüllt werden: Ein Flaggenmast für eine FCN-Fahne.

Die 125.000-Euro-Frage wird dann zu einem kleinen Stück Fernsehgeschichte. Denn von Seggern ruft seinen Vater Hans an und der ist 101 Jahre alt - und damit der älteste Telefonjoker in der Geschichte von "Wer wird Millionär". Die Frage: Welcher Automobilhersteller überflog 1910 als erster Mensch in einem Flugzeug den Ärmelkanal nonstop hin und zurück? Gottlieb Daimler, Carl Benz, Charles Rolls und Henry Royce stehen zur Auswahl. Und Christophs Vater schießt wie aus der Pistole die richtige Antwort: "Charles Rolls!" Ob so viel Lebenserfahrung und Coolness staunt sogar der sonst so gelassene Jauch nicht schlecht.

Allerdings steht von Seggern, also der Junior, jetzt ohne Joker da, was ihm prompt zum Verhängnis wird. Dass Kletterfische echte Tiere sind, weiß er nicht. Macht aber auch nichts, 125.000 Euro sind ja eine stolze Summe. Und Fernsehgeschichte schreibt auch nicht jeder. 

psz

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