Donnerstag, 15.11.2018

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DeltaQ begeistern in Gundelsheim

14. A Capella Nacht: Ein echter Ohren- und Augenschmaus für über 400 Gäste - 13.05.2013 14:15 Uhr

DeltaQ in bester Laune bei der letzten Zugabe (v.l.n.r.): Sebastian Hengst, Leopold Hoepner, Til Buddecke und Martin Lorenz. © Markus Raupach


Mit DeltaQ kamen die Abräumer zahlreicher A Cappella Wettbewerbe 2012. Und sie zeigten, dass sie ihre Preise völlig zu recht erhalten hatten. "Freude schöner Götterfunken" - hätte man vorher gewusst, dass die vier Jungs aus Berlin den Abend mit diesem Beethoven-Klassiker eröffnen würden, wäre man vielleicht auf die Idee gekommen, es könnte doch eher ein biederer Abend werden. Doch weit gefehlt: Mit hoher Sangeskunst und treffsicherer Intonation zeigten Sebastian Hengst, Til Buddecke, Martin Lorenz und Leopold Hoepner, dass die Ode in einer modernen Interpretation sehr wohl geeignet ist, ein stimmungsvolles A Cappella Konzert zu starten.

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Ohren- und Augenschmaus beim Auftritt der Acappella Band DeltaQ

Schon zum 14. Mal in Folge gab es am letzten Samstag die A Cappella Nacht in Gundelsheim. Auch in diesem Jahr hatte Veranstalter Stephen Goldfarb wieder ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Künstler. DeltaQ begeisterten über 400 Gäste.


In den folgenden Stücken entführte das Quartett die Zuhörer in der ausverkauften Turnhalle in viele Ecken der Erde und zauberte stimmungsvolle Klangbilder für die Ohren der Gäste. Akustisch am auffälligsten sicherlich Leopold Hoepner, der mit seinem tiefen Bass und kleinen Vocal-Drum-Einlagen immer wieder Szenen-Applaus bekam, optisch dagegen Martin Lorenz, der neben sicherem Lead-Gesang vor allem mit Tanzeinlagen und Comedy-Posen punktete. Auch die anderen beiden überzeugten mit ihren umfangreichen Tenorstimmen, die in der Kopfstimme sicher bis in die Sopranlage reichten.

Fünf Minuten Schlussapplaus

Die Berliner ersetzten zeitweise nicht nur einen ganzen Chor, sondern auch Blech- und Holzbläser sowie moderne Instrumente oder auch ein Schlagzeug. Kurzum: DeltaQ zogen das Publikum innerhalb kürzester Zeit in ihren Bann. Vom Mitklatschen bis zum Mitsingen und einem kleinen Sangeswettstreit Männlein gegen Weiblein - die Gundelsheimer waren mit großem Eifer dabei. Das zeigte sich auch bei dem Schlussapplaus, der erst nach guten fünf Minuten kurz verebbte, um anschließend den Künstlern noch zwei Zugaben herauszukitzeln.

Im letzten Lied bewegte sich das wie immer hervorragende Arrangement durch zahlreiche Fernsehmusiken und Werbetitel, um mit einem "Merci, dass es Dich gibt" zu enden, bei dem die vier Berliner eine junge Dame aus dem Publikum umschmachteten.

Das Fazit: Wieder ein äußerst gelungener Abend, wieder eine echte A Cappella Entdeckung, auch für Genre-Fans. Insofern bleibt nur, den Jungs von DeltaQ alles Gute für ihren sicherlich erfolgreichen weiteren Weg und Stephen Goldfarb auch im nächsten Jahr wieder ein gutes Händchen zu wünschen, damit auch der 15. Kulturabend wieder ein ähnlich großer Erfolg wird wie der diesjährige! 

Markus Raupach

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