|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Schlussspurt im bunten Faschingstreiben: Dass es auch dieses Jahr wieder den Effeltricher „Fasalecken“ gelungen ist, den Winter auszutreiben, daran hatten die vielen Zuschauer am Baiersdorfer Linsengraben keinen Zweifel, spitzte doch just beim fröhlichen Bärenverbrennen die Sonne hinter den Wolken hervor! Das war schon besser als zuvor in Effeltrich, wo das Spektakel bei eher düsterem Graupelwetter seinen Anfang nahm.
Schon am frühen Morgen herrschte in der Baumschule Kupfer emsiges Treiben. Geduldig und mit Geschick wickelten viele Helfer junge Männer in Stroh, bis sie sich in mächtige Bären, dem Symbol für den Winter, verwandelt hatten. Mittags holten die Fasalecken die strohigen Gesellen ab. Die weiß gekleideten Burschen mit Kronen aus Buchsbaumzweigen verkörpern den Frühling. Sie trieben mit ihren langen Peitschen die Bären bis zum Linsengraben. Triumphierend tanzten sie mit ihren Mädchen um das Feuer, während johlende Ex-Bären über die Flammen sprangen – Winter ade!
Auch der Fosanochtsverein Heroldsbacher Narren hatte einen bunten Gaudiwurm organisiert, der sich durch die Straßen von Heroldsbach schlängelte. Insgesamt nahmen fast 25 verschiedene Gruppen, darunter Narrenabordnungen aus Forchheim, Ebermannstadt, Effeltrich, teil. Zahlreiche Zuschauer säumten hier die Straßen, durch die sich der Zug bewegte. ah
Minutenlangen Beifall gab es für Pfarrer Martin Battert in der übervollen Kirche Verklärung Christi in Forchheim, der die Gläubigen wieder mit einer humorvollen Büttenrede begeisterte. „Nun, ich muss Bamberg gegenüber fast meinen Respekt doch zollen, denn letztes Jahr haben sie ganz verzichtet aufs Grollen, haben sich nach Fasching gar nicht zu Wort gemeldet, haben verzichtet und mich tatsächlich nicht „gescheldet“, reimte Battert.
„Ich muss schon sagen, das zeugt von Intelligenz, ist es doch das Klügste und zeigt sogar Kompetenz, im Umgang mit solchen humorvollen Dingen, was will man da einen kleinen Pfarrer in die Knie auch zwingen. Gut vier Jahre haben sie dazu gebraucht, aber besser ist es, als nie damit aufzuhören mit dem Gefauch, vielleicht hat man nun auch endlich erkannt, Humor ist kein Übel in unserem Land.“ ah
Beim Weiberfasching in Forchheim-Burk herrschte wieder Ausnahmezustand im Sportheim. Insgesamt vergnügten sich an beiden Abenden rund 700 „Närrische Weiber“ beim fast zweistündigen Showprogramm, zu dem der FC Burk eingeladen hatte. „Mann o Mann war das heiß“, schwärmt die 24-jährige Stefanie Kraus. Profi-Stripper Ray hatte die junge Frau mit in seinen Strip eingebaut und so richtig angetörnt. „Ich bin ehrlich ganz schön ins Schwitzen gekommen, als meine Hand immer tiefer in seinen Tanga gleiten durfte“, erzählt die 24-Jährige.
Für die gute Stimmung ist beim Weiberfasching unter anderem Vorstandsmitglied Edmund Kainer zuständig, der als Moderator von Beginn an das weibliche Publikum „voll im Griff“ hatte. Beim Showprogramm mit dabei war Harald Maier, der als „Elvis Presley“ einen flotten Hüftschwung zeigte und auch gesanglich sehr nahe an das Original herankam, sowie das Heroldsbacher Männerballett „Ladykracher“ und die Garde von den „Besenbindern“ des Karnevalclubs Röttenbach. Die Burker Fußballer sorgten ebenfalls für Showeinlagen: Die Kicker hatten einen Starwars-Zylindertanz einstudiert. Und bei „Mossa“ wurde sogar auf den Tischen getanzt. ah
Beim Weiberfasching in Dobenreuth bebte der wieder viel zu kleine Saal im Gemeinschaftshaus die ganze Nacht. Eine riesige Fangemeinde über den Landkreis hinaus hatte den Weg in den kleinen Ort gefunden. Marion Turnwald, Hauptorganisatorin, erwies sich als eloquente Moderatorin. Die Dobenreuther Frauengruppe strapazierte das Zwerchfell mit dem Sketch „Pflegenotstand“ – das absolute Highlight des Abends. Angela „Gela“ Hofmann hatte das Material dazu entdeckt, Silke Brütting die Ausgestaltung und Organisation mit übernommen. „Lachen ist unser Anliegen“, erzählt Gela. „Pflegenotstand“, nur in Gestik aufgeführt, war aber nicht nur ein Lachschlager. So mancher entdeckte durchaus Parallelen zum Alltag. Mit den „Glocken von Rom“ und einem Ballett traten dann zwölf Männer aus Dobenreuth in Aktion. „Die Raupen und der Schmetterling“, bezaubernd aufgeführt von Natalie und Tatjana Stein, Franziska Blank, Lena Harrer und Wolfgang Hack, waren der Beitrag der jungen Dobenreuther. Dazu gesellten sich die Kunreuther Mädchen mit der „Traumschiffreise“. Schließlich kramten Gela Hofmann und Silke Brütting in ihrer Büttenrede in Erinnerungen – als „wahre Heldinnen“ hatten sie doch zur Silberhochzeit 25 Jahre Ehe mit dem gleichen Mann überstanden. gal
Mehr Faschingsfotos unter www.nn-forchheim.de
