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Mittwoch, 19.09.2018

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Die Hitze sorgt für Wasserprobleme in Kirchehrenbach

TSV Germania sperrt Tennisplätze wegen anhaltender Trockenheit - 21.08.2018 05:58 Uhr

Tennis kann auf diesen Plätzen nicht mehr gespielt werden: Die Rekord-Hitze und -Trockenheit der vergangenen Wochen hat dem Bodenbelag der Spielanlage des TSV Germania Kirchehrenbach arg zugesetzt. © Anestis Aslanidis


Am Fuße des Walberla kann man seinen Schläger derzeit getrost im Schrank lassen. "Wir haben unsere Tennisplätze komplett gesperrt", sagt Michael Dauer, der stellvertretende Vorsitzende des TSV Germania Kirchehrenbach. "Wenn wir sie nicht mehr wässern können, kann man auch nicht mehr drauf spielen." Die Sperrung bleibt solange bestehenden, bis wieder Regen fällt. "Auf den warten wir sehnsüchtig", so Dauer.

Nebenan auf den Fußballplätzen ist die Lage etwas entspannter, zumindest rein optisch: Der Rasen strahlt überwiegend grün. "Ja, da geht es noch einigermaßen, einige Stellen sind aber von der Sonne ausgebrannt", sagt der Vereinsvorstand. Bis vergangene Woche habe man die Fußballplätze mit Wassersprengern beregnen lassen können, inzwischen sei die Zisterne aber leer. Und seitens der Gemeinde gilt der Aufruf zum (Trink-)Wassersparen. Kirchehrenbach hat seine eigene Wasserversorgung, gespeist von der Steiger- und der Lochholzquelle. "Die zwei Quellen schütten natürlich momentan nicht mehr ganz so viel aus", erklärt Kirchehrenbachs Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD).

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Damit weiter ausreichend Wasser aus der Leitung kommt, wird zur Unterstützung der beiden Quellen zusätzlich Wasser aus einem Flachbrunnen im Wiesenttal hochgepumpt. Müssen sich die Kirchehrenbacher deswegen Sorgen um ihre Trinkwasserversorgung machen? "Nein, es ist alles im grünen Bereich, wir verdursten noch nicht", sagt die Bürgermeisterin. Es gelte eben nur der Aufruf an den TSV, kein Trinkwasser zur Bewässerung der Spielstätten zu nutzen — "um gar nicht erst ein Risiko einzugehen", so Gebhardt.

Das bedeutet freilich nicht, dass mit dem kostbaren Nass sorglos umgegangen werden kann. So ruft die Bürgermeisterin im Amtsblatt die Kirchehrenbacher zum allgemeinen Trinkwassersparen angesichts der langanhaltenden Trockenheit und hohen Temperaturen auf. "Insbesondere sollte die Bewässerung von Grünanlagen stark eingeschränkt werden", heißt es darin. Und: "Das Befüllen von Zisternen und Schwimmbecken ist zu unterlassen beziehungsweise zwingend vorab mit der Gemeindeverwaltung abzustimmen." Wenn die Regentonnen leer sind, bleibt vielen gleichwohl oft nichts anderes übrig, als im Garten mit Wasser aus der Leitung zu gießen. In diesen Fällen können sich Bürger einen Gartenwasserzähler einbauen lassen. Durch sie kann nachgewiesen werden, dass man das Wasser nicht dem öffentlichen Kanal zugeführt hat — womit Abwassergebühren gespart werden können. Die Installation erfolgt jedoch auf eigene Kosten.

Weil ein solcher Gartenwasserzähler vom örtlichen Wasserwart abgenommen werden muss, verlangt die Verwaltungsgemeinschaft Kirchehrenbach nunmehr eine Aufwandsentschädigung von 80 Euro. 

PHILIPP ROTHENBACHER

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