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Die rote Regnitzachse spaziert durch die Stadt

OB-Kandidat Uwe Kirschstein hat SPD-Oberbürgermeister eingeladen - 11.02.2016 19:20 Uhr

So könnte sie aussehen, die rote Regnitzachse: Andreas Starke, Ulrich Maly, Thomas Jung und Florian Janik (v.li.) auf Besuch bei OB-Kandidat Uwe Kirschstein (Mitte).

So könnte sie aussehen, die rote Regnitzachse: Andreas Starke, Ulrich Maly, Thomas Jung und Florian Janik (v.li.) auf Besuch bei OB-Kandidat Uwe Kirschstein (Mitte). © Foto: Michael Müller


Der Begriff der „roten Regnitzachse“ ist in lustiger Runde entstanden, erzählt Uwe Kirschstein zum Auftakt der Diskussionsrunde. Jetzt steht die rote Regnitzachse aus Fleisch und Blut an Stehtischen im „Stadtlockal“ und will den 39-Jährigen unterstützen, ab 6. März ein Teil der Achse zu werden.

Ulrich Maly (Nürnberg), Thomas Jung (Fürth), Florian Janik (Erlangen) und Andreas Starke (Bamberg) sind zuvor mit Kirschstein durch die Stadt spaziert. Offiziell will Uwe Kirschstein jetzt ermitteln, wo die Zusammenarbeit bereits gut funktioniert und wo sie verbessert werden kann. Tatsächlich geht es natürlich auch darum, Kirschsteins Wahlkampf-Themen zu transportieren.

Diskutiert wird deshalb über die Innenstadtbelebung. Für Kirschstein fehlt hier ein Gesamtkonzept, das nach und nach abgearbeitet werden kann. Interessant ist die Sicht von außen: „Eure Altstadt hat Kraft“, sagt beispielsweise Ulrich Maly. Im letzten Sommer war er mit seiner Frau auf dem Kunsthandwerkermarkt und ganz begeistert. Andreas Starke sieht auf der Kreditkartenabrechnung, dass seine Partnerin wieder in Forchheim shoppen war: „Ihr habt noch viele Inhaber geführte Läden“, lobt er. Und Thomas Jung ist vom Rathaus und dem Adventskalender ganz angetan.

Beim Thema „verkaufsoffene Sonntage“ können sich alle darauf einigen: „Es kommt darauf an, wie dieser Tag inszeniert wird. Einfach nur die Geschäfte öffnen, reicht nicht“, sagt Florian Janik, der 2014 überraschend den langjährigen CSU-Oberbürgermeister Siegfried Balleis geschlagen hat und mit 35 Jahren zur gleichen Generation wie Uwe Kirschstein gehört.

Dass der Wohnungsbau zu den zentralen Aufgaben der Städte gehört, ist allen klar. Die Probleme sind in unterschiedlichen Größenordnungen ähnlich: Es fehlt an Platz. In Erlangen greift man zum „scharfen Schwert des Planungsrechtes“ und gibt bei der Ausweisung von Baugebieten genau vor, dass auch zügig gebaut und „nicht darauf gewartet wird, dass der Ur-Enkel vielleicht hier bauen will.“ Ähnliches fordert auch Uwe Kirschstein für Forchheim. „Wir müssen hier überregional zusammenarbeiten“, kündigt Ulrich Maly an.

Zu den zentralen Botschaften Uwe Kirschsteins gehört, dass er die Bürger mehr an politischen Entscheidungen beteiligen will. Eine „anstrengende Arbeit“, weiß Florian Janik. Der Erlanger Bürgerentscheid über die Stadt-Umland-Bahn findet, zeitgleich zur Forchheimer OB-Wahl, am 6. März statt. Zum Schluss haben die Gäste das Wort. Es geht um das Defizit des Königsbads („muss sich Forchheim leisten können“, sagt Kirschstein), um eine Koordination der Flüchtlingsangelegenheiten („dafür brauchen wir eine Stelle in der Verwaltung“) und um Kultur („mehr Zusammenarbeit mit Bamberg nötig“).

„Mach Dein Ding“, ruft ihm Ulrich Maly zum Abschied zu. Mehr rote Unterstützung geht nicht. 

BEKE MAISCH

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