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Zusammen mit ihrem Partner, dem Landschaftsarchitekten Sebastian Klebe, stellte sie im Marktgemeinderat Igensdorf nun die Entwürfe vor. Vorausgegangen waren umfangreiche Bemühungen, die Einwohner von Unterlindelbach an diesem Unternehmen zu beteiligen: Info-Veranstaltung, Workshop, Arbeitskreisgründung und Absprachen mit dem Landratsamt und der Polizei wurden vorab realisiert.
Aus dem Kreis der Bevölkerung kamen dezidierte Wünsche. So war eine Aufweitung des Areals in Kreisform, Pflasterung, Sitzgelegenheiten, Unterstellmöglichkeit und die Gestaltung als offener Treff gewünscht. Größter Wunsch: die Errichtung eines Brunnens, um das Wasser wieder sichtbar werden zu lassen, zumal unter dem derzeitigen Dorfplatz der Lindelbach durchfließt. Das vorhandene Milch- und Waaghäuschen soll abgerissen und neu gestaltet werden.
Der Neugestaltung stellte sich eine ganze Reihe von Problemen entgegen. Auf dem Platz zwischen Hutweide und Gartenstraße, zurzeit als Abstell- und Parkplatz zweckentfremdet, befindet sich eine alte Traktorgarage im Privatbesitz. Der dort ansässige Grundstückseigner, ein Landwirt, muss aus seinem Grundstück über den Dorfplatz ungehindert ein- und ausfahren können.
Ein weiteres Hemmnis bedeutet die durch den Dorfplatz führende Kreisstraße, die aufgeweitet und verschwenkt werden soll. Architektin Sesselmann schlug vier unterschiedliche Varianten mit Vor- und Nachteilen vor. So muss die vorhandene Traktorgarage erhalten bleiben. Daran soll ein Unterstellhäuschen so angebaut werden, dass es zwar mit der Garage eine optische Einheit bildet, aber für den Fall von deren Abriss auch alleine für sich stehen kann. Der Brunnen soll die Fließrichtung des natürlichen Wasserlaufes widerspiegeln und mit einem künstlichen Zulauf versorgt werden.
Dazu kommt auch noch die Auflage, den Kostenrahmen nicht zu sprengen. Der liegt bei 250000 Euro, wenn alle Auflagen des ALE erfüllt werden, kann mit einer Förderung von 50 Prozent gerechnet werden.
Das fällt im Hinblick auf die Aufgabenstellung schwer, Sesselmann signalisierte jedoch den Gemeinderäten, dass unter bestimmten Umständen eine Erhöhung des vorgegebenen Kostenrahmens nicht ganz ausgeschlossen ist.
Die Mitglieder des Marktgemeinderates waren von den Vorschlägen angetan und gaben Bürgermeister Wolfgang Rast einstimmig grünes Licht, die Planung umzusetzen. Viel Zeit hat man dafür nicht mehr, denn Unterlindelbach gehört zu den drei Ortsteilen, die in diesem Jahr ihre 950-Jahr-Feier begehen. Das neue Filetstück soll spätestens im Sommer dieses Jahres im Rahmen eines Dorffestes eingeweiht werden.
