Dienstag, 20.11.2018

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Dormitz saniert Nepomukbrücke und prüft Baugebie

Baureiche Zeiten brechen in der Gemeinde an - 31.08.2018 08:00 Uhr

Mit der Sanierung der Nepomukbrücke soll ab 1. Oktober mit dem Abriss der Fußgängerbrücke rechts begonnen werden, mit der Erneuerung der Fahrbahn im Frühjahr 2019, die dann für Schwerlastfahrzeuge befahrbar ist. © Karl Heinz Wirth


Aus aktuellem Anlass war die Sitzung während der Sommerpause notwendig geworden, um die Sanierungsarbeiten und den Ersatzneubau für die Gehwegbrücke in der Sebalder Straße zu vergeben. Die Brücke weist seit Jahren Schäden auf und mit den Sanierungsarbeiten sollte bereits im Frühjahr begonnen werden, doch Planungen für den Hochwasserschutz verzögerten den Beginn der Arbeiten.

Elf Unternehmen wurden angeschrieben, ein Angebot für die Arbeiten abzugeben. Davon haben sieben Firmen aus Kapazitätsgründen abgesagt, wovon drei Angebote zur Prüfung vorlagen, erklärte Bürgermeister Holger Bezold. Das wirtschaftlichste Angebot kam von der Firma Antritt aus Arnberg zum Preis von 515.599 Euro brutto für die Gesamtsanierung der Nepomuk- und Gehwegbrücke. „Wir müssen die Firma innerhalb von 14 Tagen beauftragen und gleichzeitig an die Regierung von Oberfranken die Förderanträge stellen“, sagte Bürgermeister Bezold.

„Das ist schon eine Menge Geld“, sagte Gemeinderat Erich Mirsberger (ÜW). Mirsberger wollte wissen, wie hoch die Förderung für die Sanierung ist. „Das kann ich nicht sagen“, meinte Bürgermeister Bezold. Die Höhe der Förderung liege im Ermessen der Regierung von Oberfranken. FW-Rat Roland Prokopy erkundigte sich, ob die Brücke im Rahmen der Erneuerung erhöht werde. Bezold: Die Brücke werde nur leicht höher und im Zuge der Arbeiten an das bestehende Gelände angepasst. Nicht nur optisch wird die Nepomukbrücke saniert, sondern auch die Auflastung für den Schwerlastverkehr. Die Sandsteinbrüstung wird erhöht und die Versorgungsleitungen ertüchtigt.

Als erstes wird die Gehwegbrücke abgerissen und neu gebaut. Im Frühjahr 2019 wird dann mit den Arbeiten an der Nepomukbrücke begonnen. Während der Bauarbeiten wird die Sebalder Straße für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt und der Verkehr weiträumig umgeleitet. Die Umleitungen sind ausgeschildert. „Ich bitte schon heute die Bürger um Verständnis für die Umwege während der Sanierungsmaßnahmen“, sagte Bezold.

Kinder durften entscheiden

Bei der Gemeinderatssitzung stand auch die Erneuerung der Spielgeräte und Auftragsvergabe beim Spielplatz in der Gründeläckerstraße auf der Tagesordnung. Die dort vorhandenen Spielgeräte sind aufgrund ihres Alters defekt und müssen dringend erneuert werden. Die Verwaltung hatte im Vorfeld bereits eine Vorauswahl von Spielgeräten getroffen. Welches letztendlich angeschafft werden soll, entschieden die Kinder selbst. Drei unterschiedliche Spielgeräte standen zur Auswahl und Abstimmung. Die Mehrheit der Kinder bevorzugte das Spielgerät „Gestrandetes Piratenschiff“ der Firma SIK-Holz. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, der Auswahl der Kinder zu folgen und das Spielgerät zum Preis von 12.203 Euro anzuschaffen.

Im Bereich Lorenzer Straße möchten Bürger auf ihren Grundstücken bauen und stellten an die Gemeinde die Bitte um Ausweisung eines Baugebietes, um ihren Kindern den Hausbau in der Heimatgemeinde zu ermöglichen. Um eine Bebaubarkeit zu ermöglichen, ist eine Überrechnung der bestehenden Kanalkapazitäten erforderlich, ob diese eine weitere Bebauung mit mehreren Wohneinheiten aufnehmen. Dies soll nach Rücksprache mit dem Abwasserzweckverband ein Fachbüro berechnen, bevor mit einer Bauleitplanung begonnen werden kann, erläuterte der Bürgermeister.

Um eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten, wurden alle Grundstückseigentümer zu einem Erörterungstermin eingeladen. Dabei kam man zu dem Ergebnis, erst die Kanalkapazität zu prüfen und anschließend weitere Planungsschritte zu unternehmen. Die Grundstücksflächen, die für einen Bebauungsplan einbezogen würden, betragen rund 10.000 Quadratmeter.

Eigentümer müssen zahlen

Da bei der Ausweisung der Baulandfläche vorwiegend Privatpersonen betroffen sind, wurden Kostenübernahmeerklärungen verfasst, nach denen die Kosten für die Prüfung der Kanalkapazität auf die Grundstückseigentümer übertragen werden. Diese sind inzwischen bei der Gemeinde eingegangen, teilte Bezold mit.

Der Gemeinderat befürwortet eine Bebauung der Grundstücke hinter der Lorenzer Straße und beauftragte und ermächtigte Bezold, einen Vertrag zur Überprüfung der Kanalkapazitäten und bei positiver Bescheidung die Antragsunterlagen für ein Wasserrechtsverfahren abzuschließen, soweit dies von Kostenübernahmeerklärungen gedeckt ist. 

KARL HEINZ WIRTH

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