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Donnerstag, 20.09.2018

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Ebermannstadt: "Etzerla" geht's los auf dem Feuerstein

Der neue Geschäftsführer der Katholischen Landvolkshochschule setzt einen Akzent - 07.09.2018 20:00 Uhr

„Etzerla“: Am Samstag, 15. September, lädt die Katholische Landvolkshochschule Feuerstein zu einem Festival, das den ländlichen Raum in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig den Neuanfang der Einrichtung einläutet. © Foto: Marquard Och


Leicht wird es dem Leiter der KLVHS nach dem finanziellen Rückzug der Erzdiözese Bamberg (wir berichteten) nicht gemacht, aber das wusste der Diplom-Sozialpädagoge und "Master in Management von Gesundheitswesen und Sozialeinrichtungen" schon vorher. Seit wenigen Tagen steht ihm Kerstin Debudey als pädagogische Leiterin zur Seite. Die bisherige Lehrerin an der Forchheimer Adalbert-Stifter-Schule hat ihren Schuldienst auf Religion und das konfessionsübergreifende Projekt "Glück" reduziert, um sich in den "innovativen" Wind zu stellen, der mit der Neuausrichtung wehen soll.

"Der Landvolkshochschule bin ich schon Jahrzehnte zugewandt", bemerkte die Religionspädagogin des Erzbistums Bamberg, die auch schon mal stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende gewesen ist. Mit ihr stellte sich Katharina Haas aus Burk vor, die während des Studiums ein Praktikum absolviert. Zum "Land-Festival" am Samstag werden ihre Hände benötigt, von 14 bis wahrscheinlich über 23 Uhr hinaus.

Dem gebürtigen Bamberger Thomas Lang, der die Einrichtung schon bei der Zertifizierung zum Qualifizierungslabel "Bioland" begleitete, geht es beim Neuanfang um ein Fest für ganze Familien aus dem ländlichen Raum. In Konkurrenz mit der angrenzenden "Jugendburg Feuerstein" sieht sich der Geschäftsführer nicht: "Im Gegenteil, wir ergänzen uns." Die Burg ist das Bildungshaus für die Jugend, die Landvolkshochschule dient der Erwachsenenbildung, darunter sind Veranstaltungen wie "Jüdisches Leben in Franken", der Kinder und Enkel einschließt. Lang: "Wir teilen uns das Gelände, haben eine gemeinsame Hackschnitzelheizung und stehen bei der Bettenbelegung im ständigen Austausch." Miteinander erfolgt seit Jahren die inhaltliche Gestaltung der Karwochen und Ostertage. Es sei ein Geschenk, einen Ort wie den Feuerstein zu haben, "wo ich aus der Freiheit in die Freiheit hineinwirken kann", so Lang.

Bei freiem Eintritt ist das Programm für das "Etzerla-Landfestival" mit Kunst, Spielen und Livemusik gespickt: Um 14 Uhr gibt es Grußworte, auch vom Landrat. Die eingeladenen Politiker sollen keine Wahlkampfreden halten; "In kreativer Form werden wir sie in Gespräche mit den Besuchern einbinden", erklärte Kerstin Debudey. Zusagen von CSU-MdL Michael Hofmann, dem FW-Kollegen Thorsten Glauber und SPD-Landtagskandidat Atila Karabag liegen vor.

Projekte des ländlichen Raums stellen sich von 15 bis 17.30 vor: Ernst Starost (Pomme Royale-Schaumwein mit Verkostung). Kurt Krottenhammer, Bürgermeister der österreichischen Gemeinde Langenegg, zeigt den Weg zum Gewinn des "Europäischen Dorferneuerungspreises". Klaus Gründel stellt den Biobauernhof "Der Krögelhof" vor.

Für Leib und Seele

Landpastoral Ewald Thoma steht zu einem Kurzvortrag im "Mini-Workshop" bereit. Josef Göppel, Vorsitzender des Landschaftspflegeverbands Deutschland, ist als Hauptredner eingeladen. Heike Kettner vertritt die "Solidarische Landwirtschaft" Bamberg, Sabine Hafner die "Regionalwerte AG". Biobrauer Stefan Pfister (Weigelshofen) lädt zur Verkostung seiner "Ökobiere" ein.

Durchgehend stellen die Objektkünstler Stefanie Brehm und Jaime Gajardo ihre Werke aus. Parallel spielt ab 15 Uhr die Band "Blao", die sich dem Fränkischen verschrieben hat, und das Kinderprogramm startet; geplant sind Spieleaktionen und Picknick, es gibt Schmankerl aus dem Holzbackofen, Filmvorführungen ("Ernten was man sät") und Patrick Lumma öffnet sein Kindertheater.

Von 18.30 bis 23 Uhr steht das Nürnberger Künstlerkollektiv "Folk’s Worst Nightmare" auf der Musikbühne; es gibt Folk-Punk, Trash-Country, Blues und mehr auf die Ohren und dazu: Lagerfeuerromantik pur.  

MARQUARD OCH

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