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Sonntag, 23.09.2018

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Effeltrich: Als Oma den Wasserteufel kennenlernte

Grundschule beherbergte Experimentierstation für selbstständige Schüler - 27.07.2018 10:00 Uhr

Kess auf dem Weg zum Ziel sind die neugierigen jungen Forscher, die zu erkunden versuchen, warum weiße Tennisbälle nicht zwischen den Holzklötzen passieren können. © Foto: Dagmar Niemann


Zu entdecken gab es einen Wärmetaster, bei dem man feststellt, dass sich Stoffe bei gleicher Temperatur unterschiedlich warm anfühlen. Oder man erkundet die Funktionsweise des Wasserteufels, der sich in einer geschlossenen, mit Wasser gefüllten Plastikflasche nach unten bewegt, wenn man die Flasche eindrückt.

Kugeln auf schiefer Bahn

Es gibt die geschwungenen Metallbahnen, auf denen sich Kugeln in unterschiedlicher Geschwindigkeit nach unten bewegen und die schiefe Ebene, auf der bewegliche Holzklötze so aufgebaut werden sollen, dass sie zwar weißen Tischtennisbällen die Wege in Richtung eines Durchlasses versperren, es aber dennoch einen Weg zum Ziel gibt.

52 solcher Experimentierstationen gehören zur "Miniphänomenta", einem in Versalien geschriebenen Projekts des Bildungswerkes der bayerischen Wirtschaft, das vom Bayerischen Unternehmensverband Metall und Elektro (bayme) gefördert wird. Das Konzept wurde vor etwa zehn Jahren von einem Team aus Physikern und Pädagogen der Universität Flensburg entwickelt, um bei Kindern im Grundschulalter ein erstes Interesse für Technik und Naturwissenschaften zu wecken.

Kinder sind im Allgemeinen neugierig und sie können staunen; sie stellen Fragen, sie suchen Erklärungen und sie wollen Antworten finden. Mit Hilfe der Experimentierstationen sollen sie Entdeckungen machen. Es gibt weder erklärende Texte noch eine vorgegebene Reihenfolge. Die Lehrer sollen sich nicht einmischen; sie sind lediglich Lernbegleiter. Auf diese Weise soll fruchtbares Lernen und kreatives Problemlösen gefördert werden.

Fünf Jahre in der Warteschlange

Im Schuljahr 2017/2018 ist die Grundschule Effeltrich die 13. Schule, die an der Miniphänomenta teilnimmt. Schulleiterin Silke Schür erzählt, dass sie fünf Jahre auf eine Zusage gewartet hat. Die Nachfrage ist groß und die Warteliste ist lang. Das veranstaltende Bildungswerk erwartet, dass die Eltern durch Elternbriefe oder Elternabende eingebunden werden. Ein "Tag der Öffentlichkeit", wie er zum Abschluss der Miniphänomenta in der Effeltricher Schule stattfand, wurde von Landrat Herman Ulm, Bürgermeisterin Kathrin Heimann, Schulrat Ulrich Löhr, Projektleiterin Eva Hinterhuber vom Bayerischen Bildungswerk und dem Geschäftsführer Oberfranken des bayme Patrick Püttner mit Interesse erkundet.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der JeKi Bläsergruppe und dem Schulchor. Deren wichtigster Teil bestand darin, dass die Schüler Eltern, Großeltern und Gäste mit den Stationen bekannt machten. 

DAGMAR NIEMANN

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