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Im wichtigsten Spiel der Saison machen die Forchheimer gegen den Sechsten aus Neutraubling viele Aufschlagfehler und zeigen keine gute Angriffsleistung. Der Druck ist immens hoch. Nur ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten zählt im Abstiegskampf. Den Kampf aber nimmt die VG an, erhält sich vor einer stimmungsvollen Saison-Rekordkulisse von 50 Zuschauern bis zum Ende des dritten Durchgangs — in Sätzen steht es 1:1 — alle Chancen.
Beim Stand von 23:23 ein Pfiff der Schiedsrichter, der die Gemüter der Gastgeber erhitzt. „Einer unserer Spieler hat kurz die Beherrschung verloren, den Schiedsrichter ein paar Minuten zuvor von der Auswechselbank beleidigt. Das ist Tatsache“, erklärt VG-Spielertrainer Michael Prade, „doch die Bestrafung erfolgte viel zu spät und nicht nach den Regularien.“
Es hätte eine Rote Karte gegen den VG-Spieler geben müssen, doch die beiden Unparteiischen aus Hirschau vom zweiten Gegner des Nachmittags geben Gelb: eine Bestrafung der ganzen Mannschaft. Neutraubling bekommt einen Punkt und den Aufschlag, nutzt prompt die Gelegenheit und schließt den Satz mit 25:23 ab. „Das hat uns den Zahn gezogen“, sagt Prade hinterher. Satz 4 und damit das Spiel gehen ebenfalls verloren.
Die zweite Partie gegen Hirschau hatte nur noch statistischen Wert. Die VG zeigte zunächst eine Trotzreaktion. Dann aber machten sich die körperliche und mentale Erschöpfung bemerkbar. Es wurde ein Gewürge in fünf Sätzen, in dem die Hausherren mit 15:12 die Oberhand behielten.
„Wir wollten uns von unseren Fans und Unterstützern anständig verabschieden. Ich glaube, dass uns das in Anbetracht der Situation mit dem Sieg gelungen ist“, resümiert Michael Prade. Das Team hatte zuvor einen weiteren Rückschlag zu verkraften gehabt, als sich Christian Palla beim Block verletzte. Mit einem Kapselriss fällt Palla für die letzten Spiele aus. „Der Tag war ein Spiegelbild der ganzen Saison. Teuflisch verhext“, seufzt Prade, „der geringe Hoffnung hat, dass ein Einspruch gegen die Wertung des ersten Spiels beim Sportgericht erfolgreich wäre. Wir wollen uns aber erkundigen.“ Ebenso trüb und aussichtslos der Blick auf die Tabelle. Zwei Partien stehen in dieser Saison noch aus, in Hohenfels und Bayreuth. Der Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz von Neutraubling, das noch gegen Kellerkind Weiden spielt, beträgt vier Zähler.
Mit dem wahrscheinlichen Abstieg in die Bezirksliga verändert sich die Mannschaft im Sommer. „Allerdings aus beruflichen und familiären Gründen“, betont Prade, dem dennoch nicht Bange vor der Zukunft seiner Volleyballer ist: „Wir können aus der eigenen U18 Potenzial abschöpfen und werden sicher weiter Spaß an unserem Hobby haben.“
VG: Eiselt, Mönius, Obermeyer, Prade, Singer, Eskofier, Valentin, Schwitalla, Raab, Hutzler, Palla, Stölzel.

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