Montag, 19.11.2018

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Emmerich Huber

Emmerich Huber aus Forchheim geht für die Grünen ins Landtagwahl-Rennen. © Ulrich Schuster


Name:

Emmerich Huber


Alter:

65


Beruf:

Rechtsanwalt


Wohnort:

Forchheim


Partei:

Die Grünen



Wo liegen Stärken/Schwächen Ihres Stimmkreises?

Der Landkreis Forchheim hat viele Stärken, vor allem ein großes Potential an Landschaft, Natur und Sehenswürdigkeiten, aber auch beispielsweise mit dem Jungen Theater Forchheim ein reges Kulturleben. Die Lage zwischen den Unistädten Erlangen und Bamberg ermöglicht eine gute Ausbildung im regionalen Umfeld und wir haben eine solide Arbeitsmarktsituation bei niedrigen Lebenshaltungskosten. Allerdings sehe ich Natur und Landschaft durch rasante Flächenversiegelung in Gefahr. Kritisch sehe ich auch den Ausschluß von Windkraft. Da wird nachhaltige regionale Wertschöpfung verpaßt und Abhängigkeit zementiert.

Warum können Sie für die Grünen etwas bewirken?

Gute Frage, die in keinem Bewerbungsgespräch fehlen sollte... Ich denke, ich kann klare eigene Positionen vertreten, aber gleichzeitig Schnittmengen mit anderen Parteien bzw. Gruppierungen schnell erkennen und diese für eine konstruktive Zusammenarbeit nutzen. Ich halte mich insgesamt für einen Pragmatiker ohne ideologische Verbohrtheit und offen für Neues. Natürlich hilft mir auch meine Anwaltsausbildung und –tätigkeit komplexe Sachverhalte rasch zu erfassen, auf das Wesentliche zu reduzieren und verständlich zu erklären. Organisieren und Koordinieren liegt mir - und ich kann (inzwischen) auch ganz gut zuhören.

Wieviel Einfluss hat Landespolitik für Sie noch?

Schon formell hat Landespolitik über den Bundesrat Einfluß auf Bundespolitik. Aber wie enorm der Einfluß der Landespolitik auf den Bund darüber hinaus ist, haben wir in den letzten Jahren deutlich erlebt – leider meist negativ. NRW blockiert maßgeblich und gegen ökologische und ökonomische Vernunft den Kohleausstieg. Aber vor allem Bayerische Politiker und Landespolitik hatten und haben in vielen Fällen peinlich negativen Einfluß. Das geht von der CSU-getriebenen Unterwürfigkeit gegenüber den Autokonzernen über die Ausländermaut, mit der CSU-Politik über Jahre Heerscharen von Gutachtern und Beamten in Bayern, Deutschland und der EU gequält und immense Gelder verbraten hat, bis hin zur einer unsäglichen Flüchtlingsphobie, mit der die CSU über Bayern hinaus Ressentiments schürt und spaltet.

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