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Faschingszug durch die Stadt: Forchheim in Hand der Narren

Oberbürgermeister Franz Stumpf in schlüpfriger Mission - 16.02.2015 06:01 Uhr

Besonderer Hingucker: die Pinzberger Frauen mit ihrem Bienenstock. © Ralf Rödel


"Wir sind jedes Jahr dankbar, dass wir von den anderen Faschingsvereinen so tatkräftig unterstützt werden“, sagt Bernd Uttenreuther, Präsident der Närrischen Siedler nach dem Umzug. Bei ihm schwingt ein Stück Erleichterung mit. Darüber, dass alles unfallfrei abgelaufen ist. Darüber, dass das Wetter den Narren in diesem Jahr gewogen war. Und darüber, dass sich die Leute am Straßenrand anstecken lassen haben von der Stimmung.

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Närrisches Treiben beim Forchheimer Faschingszug

46 Gruppen mit rund 1000 Beteiligten sind beim großen Faschingsumzug am Sonntag durch Forchheim gezogen. 10000 Zuschauer haben am Straßenrand das närrische Treiben verfolgt. Mittendrin ein Oberbürgermeister in schlüpfriger Mission.


Rund 10.000 Schaulustige warten an der Strecke auf den Durchmarsch der Narren, schätzt Uttenreuther. „Das Tolle: Viele von ihnen auch verkleidet.“ Vom Faschingshütchen über bunt geschminkte Gesichter bis hin zum übergeworfenen Löwenkostüm bieten die Zuschauer fast ein ebenso buntes Bild wie die Narren selbst.

"Skandal: Ein Nackter in Forchheim"

Dabei stechen noch einige weitere aus der Masse heraus — allen voran Oberbürgermeister Franz Stumpf, der von seiner Frau Johanna als Puff-Vater in einen prolligen weißen Flokati-Mantel mit jeder Menge Gold-Accesoires gesteckt wurde. Sie selbst flankiert ihn im weißen Tiger-Mäntelchen. Zu „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang rollt die rot angestrichene „Puff-Mühle“ vorbei. Mit „Skandal: Ein Nackter in Forchheim“ nehmen der OB und die Junge Union den nächtlichen Vorfall aufs Korn, bei dem das Stadtoberhaupt einen durch Drogenkonsum verwirrten Mann aus der Wiesent gefischt hat, der sich zuvor seiner Kleidung entledigt hatte.

In Anspielung auf seine neue Berühmtheit als Herr der Puff-Mühle und Retter nackter Wiesent-Schwimmer schmissen sich Oberbürgermeister Franz Stumpf und seine Frau Johanna in die Kostüme von Puff-Vater und -Mutter und rollten in der rot getünchten Puff-Mühle durch die Stadt. © Ralf Rödel


Letztlich kommen auch die politischen Anspielungen im Faschingszug nicht zu kurz. Die Freien Wähler postieren frisch verarztete Patienten auf ihrem Wagen. Mit dem Spruch „Infusion oder Fusion“ spielen sie auf den möglichen Zusammenschluss der Klinik Fränkische Schweiz und des Forchheimer Klinikums an. In Richtung Stadtrat geht der Wagen des SV Buckenhofen, auf dem eine Dusche steht.Wenigstens da, wenn es schon keine in der Turnhalle gibt. Schließlich haben die Pinzberger Narren das morsche Gehölz des Forchheimer Rathauses im Visier und fragen frech: „Forchheimer Politiker walten. Ob das die Balken halten?“ 

JANA SCHNEEBERG

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