|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Gegen 2.30 Uhr fing ein Gebäudekomplex des Obstbaus in Igensdorf Feuer. Bis in die Mittagsstunden waren 137 Feuerwehrleute der Wehren von Igensdorf, Gräfenberg, Stöckach, Forth, Eschenau, Dachstadt, Weißenohe, Forchheim und Kersbach, der Rettungsdienst des ASB Gräfenberg sowie fünf Mann des Technischen Hilfswerks Kirchehrenbach unermüdlich im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen, die Brandstätte zu sichern und den 1500-Liter-Dieseltank abzuschirmen und somit eine Explosionsgefahr zu vermeiden.
Einem Feuerwehrmann fiel bei den Arbeiten buchstäblich „die Decke auf den Kopf“. Er wurde nach dem Schlag durch eine Rigipsplatte mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht, konnte aber wenige Stunden später wieder entlassen werden.
In dem zehn Meter auf 30 Meter großen Gebäude waren die Heizung — auch für das Wohnhaus der Familie —, die Brennerei, der Maischraum und die Garagen untergebracht. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf eine Höhe von 250000 Euro. Immerhin gelang es der Familie und den Helfern, die Fahrzeuge aus den Garagen herauszuholen, so dass der Fuhrpark wenigstens keinen Schaden erlitt.
Die Nachbarin klingelte gegen 2.30 Uhr bei den Landwirts-Familien, um sie von dem Brand an dem Neben-Gebäude zu informieren. Sie hatte ein lautes Prasseln gehört und gedacht es regnete; doch als sie aus dem Fenster schaute, sah sie die brennende Lagerhalle, alarmierte die Feuerwehr. Die betroffenen Familien hatten, weil sie schliefen, den Brand gar nicht bemerkt.
Kurz nach der Alarmierung rückten die Feuerwehren aus Igensdorf, Weißenohe, Gräfenberg, Forth, Eschenau, Dachstadt, Stöckach und Forchheim an, sowie das Technische Hilfswerk Forchheim und die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UGöL) an.
„Das erste Strahlrohr wurde auf das Wohnhaus gerichtet, damit der Brand nicht übergreift“, berichtet Kreisbrandmeister Michael Langenhan. Denn das Wohnhaus ist gerade mal fünf Meter von der Halle entfernt. Langenhan und die beiden anderen Kreisbrandmeister Berthold Burkardt aus Kleinsendelbach und Thomas Windisch aus Dorfhaus fungierten als Abschnittsleiter bei diesem Großeinsatz, der von Kreisbrandinspektor Markus Wolf aus Egloffstein koordiniert wurde.
Nach eineinhalb Stunden hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Zum Löschen des Feuers verwendeteten sie sieben C-Rohre und ein Wenderohr (auf der Drehleiter). Die Inneneinrichtung der Brennerei trug augenscheinlich keinen Schaden davon, allerdings ist die Heizung komplett zerstört. Noch am Mittag war das THW damit beschäftigt, Glutnester aus der Lagerhalle herauszurupfen, damit sie gelöscht werden konnten.
„Das Gebäude ist momentan wegen Einsturzgefahr sichergestellt, weshalb nähere Untersuchungen nicht möglich sind“, erläutert Jürgen Straßberger, Sachbearbeiter der Kripo Bamberg. Vielfältig sind die möglichen Brandursachen, allerdings deute vieles auf einen technischen Defekt hin, da der Schwerpunkt des Brandes im Heizraum liegt.
Das Gebäude zeigt gerade an der südlichen Stirnseite, wo sich der Heizraum befindet, große Risse. Da das Gebäude hier zu kippen droht, werde es vermutlich an dieser Seite eingerissen werden, um mit den näheren Untersuchungen beginnen zu können. Im Dachbereich des Gebäudes waren Holzbretter und Folien, mit denen die Obstkisten abgedeckt werden, gelagert. Dadurch war eine hohe Brandlast gegeben und das Feuer breitete sich schnell in diese Richtung aus.
Statiker und Sachverständige vom Landeskriminalamt werden im Laufe der Woche erwartet, sagte Straßberger.
Als Helfer bei dem Brand betätigte sich auch die Filiale des Kalchreuther Bäckers. Sie versorgte Feuerwehr und andere Helfer kostenlos mit Kaffee, Brötchen und Kuchen.
