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Funino soll sich weiter ausbreiten

Fußballverband beobachtet Konzeptversuche - 15.03.2016 10:25 Uhr

Matthias Lochmann © F.: Huber


„Im November letzten Jahres haben wir von der Uni Erlangen und dem Fraunhofer Institut als Ausrichter der dreitägigen Fachkonferenz „Fußball 4.0“ die Gelegenheit genutzt, um unsere Argumente auch mit dem Einsatz modernster Technik hochrangigem Publikum vorzuführen. Auf Basis gemessener GPS-Daten von Kindern beim Fußball soll demnächst eine Publikation folgen, die unterstreicht: Mit dem derzeitigen Spiel- und Trainingssystem im Nachwuchsbereich ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußballs gefährdet. Der konventionelle Modus schließt zu viele Kinder aus und fördert die verbliebenen Talente unzureichend. Mit der Modernisierung sollte nicht so lange gewartet werden, bis der deutsche Fußball so stark unter Druck gerät, dass er zum Wandel gezwungen ist.

Das haben sie mittlerweile auch beim DFB auf höherer Ebene erkannt, ich stehe mit Vertretern in Kontakt. Auf dem Wissenschaftskongress im Januar in Frankfurt wurde wieder darüber gesprochen, wie „Funino“ fest implementiert werden kann. Die Verbände Mittelrhein und Württemberg sind verbindlich interessiert. In Bayern reden wir noch nicht über die konsequente Ablösung des regulären Spielbetriebes.

Auf dem Weg zu diesem Ziel sollen mit Erlaubnis des Verbandes zusätzliche Funino-Turniere die Vereine und Aktiven an der Basis überzeugen. Auf Dauer ist eine parallele Teilnahme aber schon aus Zeitgründen nicht machbar. Praktische Unterstützung hat die Fußball Trainergemeinschaft (GFT) Mittelfranken zugesagt, um ihre Mitglieder zu qualifizieren. Auch unsere Lehrerausbildung an der Uni wird ab April im Fach Fußball erneuert und noch stärker an modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet. Wir sind gerade dabei, eine Fußballschule aufzubauen, die Sommerferienbetreuung eine Trainerausbildung anbietet. Allen Vereinen bieten wir auf jeden Fall wieder Beratung an, wenn sie ein Funino-Turnier organisieren. Es müssten sich ja nur sieben Klubs finden, die sich nacheinander als Ausrichter abwechseln. Dann hätten wir schon eine Sommer-Liga nach dem angestrebten Zukunftsmodell.“

Infos unter: www.fussball4punkt0.de 

gu

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