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Herr Breitenfelder, haben Sie einen Überblick über die Teilnahmebereitschaft der Gemeinden?
Michael Breitenfelder: Das Thema wird seit einem halben, dreiviertel Jahr in den Gemeinderäten diskutiert und wir haben von Anfang an eine offene Informationspolitik vertreten, damit die Entscheidungsträger wissen, worauf sie sich einlassen. Dadurch konnten wir anfängliche Vorbehalte abbauen und mittlerweile spüre ich eine positive Grundstimmung gegenüber dem Projekt.
Gibt es denn eine Mindestzahl an Kommunen, die teilnehmen müssen, damit sich das Projekt lohnt?
Michael Breitenfelder: Damit der interkommunale Charakter gewahrt bleibt, müssten mindestens zwei Gemeinden mitmachen. Momentan rechne ich mit der sicheren Teilnahme von sechs Kommunen. Aber auch wenn fünf dabei wären, wäre es kein Problem, und noch besser für die künftige Vermarktung wäre natürlich wenn sich letztlich zehn dafür entscheiden würden. Dass alle 18 am Wirtschaftsband beteiligten Kommunen am Projekt teilnehmen, davon sind wir auch gar nicht ausgegangen, immerhin gibt es nicht in jeder Gemeinde freie Gewerbeflächen.
Haben Sie bereits einen Überblick über die Flächen, die die beteiligten Kommunen einbringen?
Michael Breitenfelder: Im Rahmen des Projektes wurden von Gesellschaft für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis (RRV) in unserem Auftrag mögliche Flächen ausgewählt und bewertet. Nach dem derzeitigen Zwischenstand umfassen sie eine Gesamtfläche von etwa zwölf Hektar. Einen großen Anteil bringt dabei Pegnitz mit seiner Nähe zur Autobahn ein, aber auch Creußen, Pottenstein sowie Gößweinstein und Gräfenberg haben attraktive Flächen.
Die Gemeinderäte in Weißenohe zeigten sich jüngst enttäuscht vom Gewerbeflächenpool und entschieden sich gegen die Teilnahme, warum?
Michael Breitenfelder: Das ist unglücklich gelaufen, weil in Weißenohe der aktuelle Zwischenstand für endgültig genommen wurde. Aber der Gewerbeflächenpool ist noch nicht in Stein gemeißelt, sondern entwickelt sich noch. Vielleicht sieht die Gemeinde in Zukunft eine Möglichkeit, ihre Gewerbeflächen doch noch einzubringen. Möglich ist das jedenfalls.
Wie geht es nach dem Votum der einzelnen Gemeinden mit dem Projekt weiter?
Michael Breitenfelder: Nächste Woche wird beschlossen, in welcher Rechtsform der Gewerbeflächenpool gegründet werden soll. Wir schlagen hier einen Zweckverband oder ein Kommunalunternehmen vor und haben für beide Fälle schon einmal Satzungen erarbeitet. Danach geht es dann darum, eine konkrete Vermarktungsstrategie festzulegen. Wenn alles klappt, können wir den Pool dann Ende April, Anfang Mai offiziell gründen. Ich denke, dass wir dann im Sommer oder spätestens im Herbst aktiv in die Vermarktung einsteigen können.
