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Max hat das Licht der Welt in Pretzfeld erblickt. Sein Vater ist ein stolzer und prächtiger Hahn aus der Rasse „gallische Hühner“. Die Art wird etwa eineinhalbmal so groß wie heimische Haushühner. Nicht zuletzt deshalb haben sie es bis zum Wappentier gebracht. Max’ Vater hat also eine Kopfhöhe von geschätzten 50 Zentimetern und betreut einen Harem von 17 Hennen.
Mit Max sind vier weitere Hähne am 7. August aus dem Ei geschlüpft. Einer von ihnen wurde schon nach kurzer Zeit verkauft.
Die zwei anderen Brüder von Max haben in der vergangenen Woche ein neues Zuhause gefunden. Das war nicht zuletzt nötig, weil sie sich in immer neue Kämpfe mit ihrem Herrn Papa verstrickt haben. Man kennt das ja von den Halbwüchsigen. Nur, während die anderen beiden sozusagen über die Theke gingen, wollte Max bislang keiner haben.
Das hat seinen Besitzer Werner Soukup ins Grübeln gebracht. „Ob es daran liegt, dass der Gockel schwarz ist? Manche Leute sind ja doch abergläubisch“, mutmaßte er im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten.
Dass sich Rassismus auf Gockel ausdehnt, steht hierzulande kaum zu befürchten. Eigentlich weist ja die Heimat unseres Hahns, der Landkreis Forchheim, eher eine Affinität zu den Schwarzen auf – politisch betrachtet. Und wenn schon ein Hahn gefürchtet ist, dann eher der „rote Hahn“ (Feuersbrunst). Deshalb rätseln wir mit dem Besitzer, weshalb sich keiner für den schwarzen Max interessiert.
Wer jetzt doch — pardon — Appetit bekommen hat, mit Max nähere Bekanntschaft zu machen, weil er ein paar Hühner zu Hause hat, die sehnsüchtig auf einen stattlichen Gockel warten: Max ist für fünf Euro zu haben. Kontakt unter Telefon (0157) 76310267.
