Freitag, 22.02.2019

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Gößweinsteiner zünden närrisches Feuerwerk

Sieben Garden und Tanzgruppen und reichlich Comedy bei den Prunksitzungen - 27.01.2019 16:40 Uhr

Da reicht kaum der Platz auf der Bühne aus: Vorne sind die „Wackelzähne“ zu sehen, in der Mitte die Wichtelgarde und hinten die Juniorengarde.


Die kommunalpolitischen Sketche bei den beiden Prunksitzungen in Gößweinstein stammten wieder einmal aus der Feder von Ehrenpräsident Franz Macht; dem von Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) die Silberne Bürgermedaille des Marktes Gößweinstein verliehen wurde. Zuvor ernannte Hanngörg Zimmermann in seiner Eigenschaft als Senatspräsident den früheren langjährigen Vorsitzenden und Kassier Michael Pöhlein und den ehemaligen Vizepräsidenten Reinhard Ritter der Faschingsgesellschaft Narrenkübel Schwarz-Weiß Gößweinstein zu Ehrensenatoren der Faschingsgesellschaft. Stephan Dresel und Nadja Urschlechter führten als Sitzungspräsidenten humorvoll durch die unterhaltsamen Abende.

Die Prunksitzungen begannen mit dem neuen Narrenkübel-Faschingslied "Wir singen Gößma Helau, und machen Stimmung wie Sau. Heut wird gefeiert und gelacht, Narren an die Macht. . . ", das Dresel und Urschlechter selbst gedichtet haben.

Jakob Deinhardt und Lene Roth fungierten als Kindermoderatoren und kündigten die Kindergarden in Reimform an. Die Kleinsten der Wackelzahngarde, niedlich anzusehen als Eisprinzessinnen, die Junioren als Matrosen auf den sieben Weltmeeren, die Prinzengarde als Paradiesvögel, die Damen des Weiberballetts als Frösche und die Herren des Männerballetts als "Stormtrooper" aus Star Wars, die ebenfalls nicht ohne Zugabe vom Publikum entlassen wurden. Akrobatische Höchstleistungen boten die Prinzen-, Junioren- und Wichtelgarden mit ihren klassischen Gardetänzen, ebenso Nadja Teichmann und Anna-Lena Berner als Tanzmariechen.

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Närrisches Feuerwerk bei der Prunksitzung in Gößweinstein - so feierte der Narrenkübel

Ein närrisches Feuerwerk zündeten die rund 100 Akteure während den beiden Prunksitzungen der Faschingsgesellschaft Narrenkübel Schwarz-Weiß Gößweinstein am Wochenende im Gößweinsteiner Pfarrzentrum. Die sieben eigenen Garden und Tanzgruppen und die beiden Tanzmariechen boten überragende Garde- und Showtänze auf höchstem Niveau. Für oft schallende Gelächter im Publikum sorgten die vielen Mitwirkenden zahlreichen Sketche in einen in keiner Phase langweiligem Programm bis kurz nach Mitternacht.


"Die närrischen Närrinnen", eine neue Tanzgruppe, bestehend aus ehemaligen Gardemädchen der Prinzengarde, erfreuten mit der Disney-Show "Die Schöne und das Biest".

Den "Narrenkübel" zeichnet die Comedy aus. Vor allem mit dem Gößweinsteiner Feuerwehrkommandanten Marcel Zweck, urkomisch und zum Brüllen, in verschiedensten Rollen und mit seinem Spaßmacher-Partner Michael Stenglein in mehreren Sketchen. Oder Andreas Schmidt, nicht nur in seiner Paraderolle als Ehekrüppel — "Mei Alte hot an Schloch" — sondern auch als Bauleiter des Bühnenstücks "Die Baustelle", das eine der lustigsten Nummern des langen Faschingsabends war.

Brandaktuelle Sketche

Die kommunalpolitischen Stücke von und mit Franz Macht waren wie immer brandaktuell. So mancher Marktgemeinderat und natürlich auch der Bürgermeister bekamen dabei ihr Fett ab. Einmal ging es um die von der Gemeinde beauftragte kommunale Verkehrsüberwachung, bei der man den Verdacht nicht los wird, dass der Marktgemeinderat damit eine lukrative Einnahmequelle entdeckt hat, weil ganz Gößweinstein inzwischen eine einzige 30er Zone ist. Geblitzt wird nun sogar im "Finsterweg", den viele Gößweinsteiner als Ortsumgehung nutzen. So rast der "klaa Schullas" mit seinem Bulldog mit 78 Stundenkilometern in die Radarfalle als er vom Spritzen gegen den "Mais-Zuzzler" kommt.

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Pottenstein: Gößweinsteiner Narren trieben es bunt

Wenn der Gößweinsteiner Feuerwehrkommandant Marcel Zweck im roten Strampelanzug für brüllendes Gelächter sorgt oder Bürgermeister Stefan Frühbeißer sich als Elektron durch das Glasfaserkabel zwängt — ja dann ist Fasching in Pottenstein. Die Junioren des Gößweinsteiner Narrenkübels begeisterten als Matrosen auf den sieben Weltmeeren genauso wie die Damen des "Weiberballetts" als Frösche.


Stammgast in der Blitzfalle ist auch der Freund Harry mit seinem Omnibus und Markträtin Daniela Drummer schießt gar mit 253 Stundenkilometern den Vogel ab, wie damals bei Igensdorf auf der B 2. Ihre Ausrede: Sie musste dringend zum Lehrergeburtstag, damit der Polsters Rainer nicht wieder einen Nervenzusammenbruch wegen der Fahrplanänderung bekommt.

Das zweite politische Stück beschäftigte sich mit dem Umbau des Pfarrhauses zum Rathaus bei dem Pater Flavian Michali (klasse gemimt von Maxi Sebald) der Bauleiter war. Die Kirche kann sich aber noch nicht entscheiden, ob sie ihr Geld für die Sanierung der Klosterkirche oder für den Rathausbau ausgeben will. Auf die Frage von Rainer Polster, ob Pater Flavian nicht noch ein paar "billige Polen" als Bauarbeiter auftreiben könne, meint dieser, dass alle "billigen Polen" ja schon für die Kirche arbeiteten. Während des Rathausbaus explodieren dann auch noch die Kosten für den Turnhallenneubau, trotz der weißen Gefängnisfliesen, die der Frau Drummer nicht gefallen haben. 8,3 Millionen Euro kostet die neue Turnhalle zuletzt inklusive absenkbarem Fußboden für die Bühnen und der Aufzugstechnik für den Faschingsverein. Nach dem Vorschlag von Jürgen Kränzlein kann die Halle sogar geflutet und als Hallenbad benutzt werden.

Und wie war nochmal die Prunksitzung 2018? Hier gibts die Erinnerungs-Auffrischung.

  

THOMAS WEICHERT(Text und Fotos)

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