Freitag, 16.11.2018

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Gräfenberg: Kita-Kinder schickten Luftballons auf die Reise

Einer flog bis nach Tschechien - Gewinner gesucht - 30.07.2018 08:00 Uhr

Jedes Kind ist ein Gewinner: Egal wie weit die Luftballons geflogen sind, am Ende dürfen sich alle Teilnehmer über eine Sonnenblume und einen Spielzeug-Gutschein freuen. © Fotos: Petra Malbrich


Heimlich hatte jedes Kind gehofft, dass sein Luftballon weit fliegt und die Karte aus einem anderen Land zum Kindergarten Gräfenberg zurückgeschickt wird. Wenige Minuten nach diesen Gedanken war am Tag der Kita-Einweihung der Himmel mit bunten Luftballons übersät. Für einige Kinder ist diese Hoffnung in Erfüllung gegangen und Kitaleiterin Michaela Raum darf von den Erlebnissen der Luftballons erzählen.

"Nur eine Karte kam nicht zurück", sagt sie, ist aber ganz und gar nicht traurig deswegen. Stattdessen hält sie einen Brief in der Hand, der an Lotty und Paula gerichtet ist. Katy und Tom haben ihn geschrieben, denn sie haben den Luftballon der Schwestern bei einem Spaziergang in dem 140 Kilometer entfernten Rajov bei Marienbad in der tschechischen Republik gefunden. Lotty, Paula und die anderen Gewinner des Luftballonwettbewerbs hören zu und nicken, auch wenn sie sich unter den 140 Kilometern, die dieser Ballon bis nach Böhmen geflogen ist, nichts vorstellen können.

Katy und Tom haben die Karte von Lotty und Paula gefunden und einen Brief an sie geschrieben. Denn die Karte ging mit einem neuen Ballon weiter auf die Reise.


Michaela Raum erzählt weiter: "Katy und Tom haben die Karte nicht an uns zurückgeschickt, sondern sie an einem anderen Ballon befestigt, damit sie noch weiter fliegen kann". Ihre Hoffnung: "Vielleicht fliegt eure Karte einmal um die ganze Welt". Kinder, Eltern und die Erzieherinnen halten das für eine super Idee. "Das sollte man eigentlich immer so machen", meint ein Vater zustimmend.

Bis nach Waldsassen

Doch auch die Ballons der anderen Kinder haben auf ihrer Reise ganz ordentliche Strecken zurückgelegt: 122 Kilometer weit ist Joshuas Ballon geflogen, Miras Ballon flog 120 Kilometer weit bis nach Waldsassen. Milans Karte kam aus 144 Kilometer Entfernung in den Kindergarten zurück. Und die Karte eines Ballons, der sich in einem Baum bei der benachbarten Grundschule in Gräfenberg verheddert hatte, wurde sogar in den Kindergarten zurückgebracht. Denn wenige Tage nach der Einweihung wehte in Gräfenberg ein sturmartiger Wind und pustete den Ballon zu Boden. Ein Finder brachte die Karte dann zurück.

Ein Unterschied wird im Gräfenberger Kindergarten nicht gemacht. Nicht nur die ersten drei Gewinner, sondern jedes Kind, dessen Karte im Briefkasten der Kindertagesstätte eingeworfen wurde, erhält einen Preis, egal wie weit der Ballon geflogen ist. "Eine Sonnenblume, weil alle Luftballons hoch zur Sonne geflogen sind", sagt Michaela Raum, als sie die Preise verteilt. Zusätzlich zur Sonnenblume gibt es außerdem einen Spielzeug-Gutschein.

Gewinner gesucht: Die Karte dieses Kindes wurde ebenfalls zurückgeschickt, doch die Kita-Erzieherinnen wissen nicht, wer sie gemalt hat.


Nur eine Sonnenblume kann an diesem Tag nicht vergeben werden. "Wir wissen nicht, welchem Kind die Karte gehört", sagt Raum. Denn bei der Einweihungsfeier waren auch andere Kinder da und haben Luftballons in die Welt geschickt. Das Kind, dem die Karte (Foto rechts) gehört, soll sich in der Gräfenberger Kita melden, damit es seinen Gewinn abholen kann.

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PETRA MALBRICH

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