Mittwoch, 21.11.2018

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Gräfenberg: Open-Mind-Festival legt Pause ein

Bühne, Technik, Bands: Großer Organisationsaufwand - "Nicht ad acta gelegt" - 21.08.2018 20:00 Uhr

Die namhaften Bands waren viele Jahre das Zugpferd des Open-Mind-Festivals in Gräfenberg. Im vergangenen Jahr allerdings litt das Fest unter dem schlechten Wetter. © Archivfoto: Roland Huber


"Wir brauchen eine Pause", sagt Susann Horz vom Organisationsteam des Open-Mind-Festivals im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten. Eine Pause für Ruhe und eine Pause für Kreativität. Denn "im normalen Leben", so Horz, sei die Organisation eines solchen Festivals "nicht zu vereinbaren". Die Bandauftritte müssten organisiert werden, der Bühnenaufbau und die Kosten für Bands, Bühne und Technik schlussendlich durch Spenden gedeckt sein. Überschüsse wurden Jahr für Jahr im Anschluss an soziale Projekte wie Flüchtlingshilfe und Jugendeinrichtungen zurückgeführt, im Jahr 2016 waren es 4100 Euro. Das Festival hatte einst das Gräfenberger Bürgerforum als Reaktion auf die jahrelangen Neonazi-Aufmärsche in der Stadt ins Leben gerufen.

Bereits im Jahr 2016 wollte das eingespielte Team aufhören und hatte sich ganz offiziell im Vorfeld einer Gräfenberger Stadtratssitzung verabschiedet. "Nach zehn Jahren ist es an der Zeit, dass jemand anders das Ruder übernimmt", argumentierte Stefan Trykowsky, "Kopf" des Open-Mind-Festivals, damals. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger, nach einer kurzen Pause entschied man sich dann doch, noch ein weiteres Mal, im Jahr 2017, weiter zu machen.

Doch das "Nein" für dieses Jahr muss kein "Nein" für die Ewigkeit sein, betont Horz: "Wir haben Open-Mind nicht ad acta gelegt, da hängt unser Herz dran." 

Birgit Herrnleben Nordbayerische Nachrichten Forchheim E-Mail

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