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Kinder, Eltern, Bürgermeister, Geistlichkeit, Schulvertreter und Kollegen – alle waren gekommen, um der beliebten Leiterin Ade zu sagen. Wärme, Herzlichkeit und Offenheit, so Bürgermeister Amon mit Blumen und dem Gemeindewappen in der Hand, seien die Eigenschaften, die die stets verlässliche und engagierte Kindergartenleiterin auszeichnen.
Das bestätigten auch ihre Nachfolgerin Sabrina Hack und die stellvertretende Leiterin Monika Amon, die die ausgezeichnet funktionierende Zusammenarbeit mit Dankesworten unterstrichen. Liebevoll hatte das Kindergartenteam Lieder und Gedichte mit den Mädchen und Buben einstudiert. „Wir gratulieren dir Frau Kemmerth zum Ruhestand“, trällerten die Kleinen und tauchten ihre Hermine in ein Meer von Blumen.
Komplimente machten auch Pfarrerin Elisabeth Düfel von der Pfarrei St. Johannis Forchheim, Schulleiterin Andrea Kohl sowie Nicola Wolf vom Elternbeirat. Und so fing alles an: Die 59-jährige verheiratete Kindererzieherin, die in Reifenberg lebt und Mutter einer Tochter ist, übernahm am 1. Oktober 1976 die Leitung des neu eröffneten Kindergartens Weilersbach.
Man hatte das alte Schulhaus von Unterweilersbach in einen Kindergarten umgebaut, 35 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren waren angemeldet. Die „Hasengruppe“ stand. Damals gab es nur einen Betreuungsbeitrag für den ganzen Tag. Es war eine schöne und einfache Zeit, blickte Kemmerth zurück: „Vor der Eröffnung legten Christine Amon, die gleichzeitig als Kinderpflegerin eingestellt wurde, und ich noch Hand mit an bei der Säuberung des Gebäudes – ohne Bezahlung.“ Eigentlich wollte sie nur ein oder zwei Jahre bleiben – doch es kam anders.
Sie blieb und führte die Einrichtung, die sie mit aufbaute, mit viel Elan und Idealismus. Was sie als ihre wichtigsten Aufgaben sah: „Bildung, Erziehung zur Demokratie, gute Betreuung und Inklusion von Kindern mit Behinderung.“ Eines ihrer Hauptziele war aber auch die gesunde Ernährung der Kleinen durch ein frisch zubereitetes Mittagessen in der Kita, das seit 2008 angeboten wird. Natürlich gab es auch viele Veränderungen. Durch die Zunahme der Kinderzahl mussten die Betreuungsstrukturen geändert werden.
Aus einer Gruppe sind bis heute drei geworden und die Kita öffnete sich, bedingt durch den Geburtenrückgang, auch für zweijährige Kinder. „Beruf war für mich immer Berufung“, so Kemmerth. Sie freue sich immer, wenn junge Erwachsene, Jugendliche, Schulkinder und die Kleinen sie lächelnd grüßen und ihr zuwinken. Für die Kita und die Schule wird sie in Zukunft ehrenamtlich tätig sein und das Projekt Krippenanbau mit Rat und Tat unterstützen. Hermine Kemmerth selbst verließ den Kindergarten mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Mit einem weinenden, „weil die Kita 36 Jahre lang mein Leben war und ich das Lachen der Kinder und ihre freudige Lebenseinstellung vermissen werde“; Einem lachenden, „weil ich mich nun mehr meiner Familie und meinen Hobbys wie Radfahren, Reisen und Lesen widmen kann“. „Aber wo ein Ende ist, ist auch ein neuer Anfang“, ist sie, Tränen in den Augen, guten Mutes.

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