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Besonders hervorgehoben werden dabei die Werke von Arne Stahl. 1963 in Werneck bei Schweinfurt geboren, studierte er Germanistik und Kunsterziehung an der Universität Erlangen-Nürnberg und lebt heute in Neunkirchen. Stark beeinflusst wurde er vor allem von der Malerei und der Sehweise von Paul Cézanne. Der französische Maler aus dem 19. Jahrhundert hat sich intensiv mit den Werken der Antike und des 14. bis 18. Jahrhunderts auseinandergesetzt und trotz aller modernen Elemente die Darstellung des Gegenständlichen in den Mittelpunkt gerückt. Die Zeichnung bildete für Cézanne nach wie vor die Basis der Kunst. Aus dem „reinen Schauen“, aus der kontemplativen Betrachtung vor allem der Landschaft entwickelte er seine einzigartigen Gemälde.
Auch Stahl arbeitet am liebsten vor der Natur, verfeinert dann die Entwürfe im Atelier. Wie Cézanne bevorzugt er die gegenständliche Darstellung, die von einem reinen Naturalismus jedoch weit entfernt ist.
Auch wenn die Einflüsse des berühmten französischen Malers deutlich zu erkennen sind, hat sich Arne Stahl einen eigenen Stil erarbeitet. Strukturen wie Äcker und Felder, aber auch von Disteln, die er großräumig im Vordergrund abbildet, fasst er gekonnt zusammen und komprimiert dadurch die Aussage. Gern wählt er Motive mit herbem und rauem Charakter, die so eine ganz besondere Stimmung erzeugen.
Roland Fürstenhöfer ist da viel verspielter. Wie Gartenkugeln ragen die Köpfe der „Lake Oswego Poppy Singers“ in die Höhe – umrahmt von Schnecken, Schornsteinen und Amphoren. Motive aus dem Orient, sei es ein Kamel oder ein Sultan, gesellen sich dazu.
Siegbert von Stockhausen widmet sich der fränkischen Landschaft. Auch er fügt sehr gut Bäume, Felder und Häuser zu Einheiten zusammen, die eine angenehme Stille ausstrahlen.
Ganz anders ist der Stil von Kurt Neubauer, der unter anderem Sollenberg, Hetzles oder Ebersbach mit neuer Perspektive sieht. Von Antje Jakob sind Plastiken von Menschen zu sehen, die sie häufig in Gruppen einbindet. Auch eine „Physikerin mit Schirm“, die stark an Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnert, hat sie porträtiert.
Plakativ rückt Tanja Engelke überdimensionale Blätter und Blüten ins Bild. Die Radierungen von Werner Herzog sind da wesentlich feingliedriger. Tiermotive wie ein Nashorn, ein Löwe, eine Affe oder zwei Hasen faszinieren durch ihre Detailtreue.
Die Zeichnungen von Kevin Coyne, der sich auch als Musiker einen Namen gemacht hat, vermitteln sehr viel Witz. Kaleidoskope von Bernd Schaepers, reich verzierte Schachteln von Edith Ordnung, Schmuck von Pia Rubner, Keramik von Veronika Riedl, Harry Kramer und Stefanie Saam sowie farbenfrohe Fayencen der Gastgeberin Sigrid Frey runden die Ausstellung ab. Dazwischen sind immer wieder Skulpturen des im Mai verstorbenen Bildhauers Harro Frey positioniert.
Die Ausstellung kann bis 24. Dezember um 12 Uhr besichtigt werden. Geöffnet ist montags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon (09126) 268491.
