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Geplant sind drei neue Gebäuderiegel, sechs alte Häuser werden noch dieses Jahr abgerissen (wir berichteten). Die Kritik: Das neue Haus der Wohnungswirtschaft für GWS, WVG und Josephstiftung wird gut sichtbar an der Bammersdorfer Straße errichtet, dahinter entstehen zwei Häuser mit Sozialwohnungen, eines direkt an der Bahnlinie.
Die Freien Wähler griffen im Planungsausschuss des Stadtrates zum wiederholten Mal diese Planung an. Manfred Hümmer äußerte zwar „Verständnis für die Belange der Wohnungsunternehmen“, die eine Anlaufstelle an prominenter Stelle haben wollen. Mehr noch befürchtet er jedoch unzumutbare Lärmbelästigung für die Bewohner durch die Züge. Sowohl Manfred Mauser (FBF) als auch Albert Dorn (SPD) gaben Hümmer Recht.
Architekt Matthias Jakob (Josephstiftung) hatte mit seinen Argumenten einen schweren Stand. Alle Wohnräume würden von der Bahnlinie weg gebaut. Ein Laubengang schütze außerdem vor dem Lärm. Wenn das Bürogebäude an der Bahn liegt, müsste zudem der gesamte Besucherverkehr an den Wohnhäusern vorbei durch die enge Straße fahren. Die Wagen des Fuhrparks der Wohnungsbauunternehmen führen dann auch hier durch. Stadtplaner Alexander Dworschak betonte, dass der Verwaltungstrakt wichtig sei: „So wird das Viertel mehr aufgewertet als durch eine reine Wohnbebauung.“
Oberbürgermeister Franz Stumpf verstand einmal mehr in einem Ausschuss „die Welt nicht mehr“. Die anderen Wohnungsbauunternehmen würden beim Versetzen an die Bahn nicht mitmachen: „Das sage ich auch als WVG-Vorstand“, so Stumpf. Für eine Geschäftslage sei die Lage „das letzte Loch“. Ein Begriff, der bei Hümmer nicht gut ankam, und vom OB gleich erklärt wurde: „Der Weingartsteig ist eine optimale Wohnlage, aber ich würde da nie mit einem Geschäft hingehen.“
Schließlich wird jetzt doch mit den alten Plänen weitergemacht. Architekt Jakob schlug vor, zusätzlich ein Lärmgutachten in Auftrag zu geben. Einstimmig folgte der Ausschuss dem Vorschlag.
