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Jahngelände: Erste Weichen für die Bebauung sind gestellt

Firma Dignus stellte Pläne für Jahn-Gelände im Stadtrat vor - 26.03.2015 18:18 Uhr

Die Tage für die Jahn-Kulturhalle und das Sportgelände von Jahn und ATSV sind wohl gezählt: Die Pläne der Hamburger Firma Dignus für die Wohnbebauung des Areals stießen im Stadtrat auf größtmögliche Zustimmung. © Foto: Roland Huber


„Ich werde alles tun, dass dieses Projekt gelingt. Ich weiß, dass der Stadtrat diesen Weg mitgeht“, stellte Oberbürgermeister Franz Stumpf nach der rund einstündigen Debatte in der Stadtratssitzung am Donnerstag noch vor der Abstimmung klar. Die Beiträge aller Fraktionen ließen eine eindeutige Richtung erkennen: Alle lobten das Projekt, das zuvor Architekt Thomas Lemberger der Firma Dignus Immobilien GmbH aus Hamburg vorgestellt hatte (wir berichteten bereits).

Zwischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße und B 470 und nur 1000 Meter von der Innenstadt entfernt, plant die Hamburger Firma eine „qualitätsvolle Neubauung“ mit rund 215 unterschiedlich großen Mietwohnungen, 125 Appartements, Tiefgaragen, Hotel und einer Einzelhandelsfläche , das auf Anregung von Dignus „Philosophen-Viertel“ heißen könnte.

Grundsätzlich sei das Projekt zu befürworten, meldete sich Karlheinz Fleckenstein (CSU) als erster zu Wort, doch ihm sei die Bebauung zu massiv und aufgrund einiger fünfstöckig geplanter Gebäude insgesamt zu hoch, bemäkelte er sofort. Das brachte ihm sogar Kritik aus den eigenen Reihen.

Thomas Werner (CSU) sagte: „Manche Beiträge vermitteln das Gefühl, die Planer hier wollen uns was Böses.“ Seit Jahren verlange man, dass mehr Mietwohnungen gebaut werden, heute sei der Startschuss dazu. „Ich finde es klasse, dass eine Firma aus Hamburg Forchheim so gut findet, dass sie hier investiert.“

Manfred Hümmer (FW) begrüßte das Vorhaben, da die Stadt hier grundsätzlich Wohnungsbedarf habe. Er regte an, die von Dignus im Viertel vorgesehene Kindertagesstätte vertraglich festzuzurren.

Reinhold Otzelberger (SPD) fand das Vorhaben „grundsätzlich sehr erfreulich“. Er sehe zwar noch Gestaltungsspielraum, doch wenn ein Privatinvestor erschwingliche Mietwohnungen in Innenstadtnähe baue, sei das positiv. „Das unterstützen wir.“

Sabine Dittrich sagte für die FGL: „Wir begrüßen die Pläne, das Konzept ist schlüssig, die Energieversorgung mit einem Nahwärmenetz gut, auch die Tiefgerargen finden wir gut. Wenn gebaut wird, dann an dieser Stelle.“

OB Stumpf, der zu Beginn der Sitzung sehr nervös wirkte, entspannte sich zusehends, als klar wurde, dass die Unterstützung des Projekts breit ist. Die Verwaltung soll nun die frühzeitige Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange in die Wege leiten. 

MARIA DÄUMLER

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