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Junges Blut für das älteste Haus der Stadt

In der Hornschuchallee 30 wird am 1. Mai mit der „Essecke“ ein neues Restaurant eröffnen - 07.03.2012 17:57 Uhr

Eva Bienzeisler und Gianluca Perrone vor der Hornschuchallee 30, das im Parterre ein Restaurant beherbergen wird.

Eva Bienzeisler und Gianluca Perrone vor der Hornschuchallee 30, das im Parterre ein Restaurant beherbergen wird. © Edgar Pfrogner


Im Oktober besichtigte das Paar zum ersten Mal mit Hausbesitzerin Irmgard Belz die Hornschuchallee 30. „Ich habe mich sofort verliebt“, erinnert sich Bienzeisler an den ersten Ortstermin in den alten Handwerkerhäusern. Jugend ist bei Forchheims neuestem Gastronomie-Projekt ein wenig Motto, denn auch Perrone ist mit 32 Jahren noch jung. Als Restaurantchef hat er Erfahrungen in bekannten Häusern Erlangens gesammelt. Dort ist er aufgewachsen. Nun also Forchheim, mit einem anderen Publikum als die Universitätsstadt, das weiß auch Perrone.

Daher soll eine übersichtliche Karte geboten werden, mit eher mediterranen, frischen Gerichten zu Preisen unter zehn Euro, aber dennoch zum Sattwerden. Von 9.30 Uhr morgens bis abends 22 oder 23 Uhr soll die Essecke geöffnet haben. Wein soll vorherrschen in der Bierstadt Forchheim, dazu ganztägig Kaffee aus der eigenen Röstmaschine. Während Perrone die Essecke führt, wird Lebensgefährtin Eva Bienzeisler ihn nur hinter den Kulissen unterstützen, weil sie weiterhin ihrem Beruf bei Siemens nachgeht.

Perrone setzt auf den kleinen Mittagstisch, der bei den Berufstätigen in der Forchheimer Altstadt inzwischen so beliebt ist. Gibt es nicht schon zu viel Angebot für die kleine Stadt? „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, meint Eva Bienzeisler gut gelaunt und zeigt den schweren Stahlträger, der die Decke zum ersten Obergeschoss stützt: „Der soll weiter zu sehen sein, ebenso die Deckenbalken.“ Ansonsten werden die Gäste innen nicht mehr viel vom ältesten Haus der Stadt erkennen, das derzeit noch eine Baustelle ist.

Bar mit Geschichte

Wo sich das berühmte alte Mauerstück befindet (das verkleidet und somit nicht mehr zu sehen sein wird), kann in Zukunft an einer Bar entspannt werden. Hier ist auch der Eingang. Erstaunliche 61 Sitzplätze soll die Essecke bieten, alle im Parterre. In den Obergeschossen entstehen Wohnungen; im alten Fasslager des Brauhauses in der Badstraße, das ebenfalls zum Komplex gehört, finden Büros ihren Platz.

Aber die Essecke bietet sogar Außensitzplätze. Alleine 16 im Innenhof, dazu einige Tische vor dem Haus; ein Antrag für eine Nutzung des Platzes um den Fischbrunnen – zusammen mit dem Schnitzelhaus – ist bei der Stadt ebenfalls gestellt. Zu eng? Perrone, der aus Apulien stammt, lächelt: „Das ist doch in Italien auch so und es ist schön.“

Mehr Informationen über die Essecke in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

VON GEORG KÖRFGEN

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