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Kellerwald: Architektur soll sich der Natur unterordnen

Forchheims Aushängeschild soll sich als Einheit präsentieren - 04.05.2015 06:00 Uhr

Schön: anstoßen im Kellerwald in freier Natur. © Fotos: Roland Huber


Die Architektur im Kellerwald ist ein Mosaik, und genau das ist das Problem. Zu finden ist alles: Keller, die sich in einem optisch ansprechenden Zustand befinden, Keller, die kosmetisch eine Optimierung gebrauchen könnten und Keller, die auch aus sicherheitstechnischen Gründen einer Verbesserung bedürfen. Das Ziel ist, ein einheitliches Bild zu schaffen. Astrid Hahn vom Büro Projekt 4 hat sich im Auftrag der Verwaltung Gedanken gemacht, wie das erreicht werden kann.

Zu den entscheidenden Faktoren für einen schöneren Kellerwald zählt laut Hahn, zum einen, dass sich die Architektur der Natur unterordnet. Zum anderen, kann mit dem richtigen Material viel erreicht werden. Sie empfiehlt Geländer aus Rundhölzern oder schlichtem Metall, Böden aus Naturstein oder Kies, Dächer aus Holz. Was an historischer Architektur vorhanden ist, sollte auf jeden Fall erhalten werden. „Es muss aber nicht alles historisierend nachgebaut werden“, erklärt Hahn. Auch die Moderne darf Einzug halten, sollte sich aber im Hintergrund halten.

Nicht schön: Mülltonnen und -container am Rande der Keller.


Schön ist alle Theorie, die Gestaltungsempfehlungen wurden allgemein gelobt, schwierig wird es in der Praxis. Ein bisschen ging die Befürchtung bei den Stadträten um, dass zu scharfe Regularien die Pächter und Wirte vergrätzen könnten. Auf keinen Fall soll eine Hauruck-Aktion durchgeführt werden. Die Rede war eher von Handlungsempfehlungen, Gesprächen und Beratungen. Auch die Frage, inwieweit die Stadt sich an Kosten beteiligen kann, stand im Raum, wurde aber nicht weiter diskutiert. Optimismus verbreiteten Bauamtsleiter Gerhard Zedler und Bürgermeister Franz Streit (CSU). Bislang sei man bei den Keller-Betreibern mit den Vorschlägen nur auf positive Resonanz gestoßen.

Manfred Hümmer (FW) brachte einen Drei-Stufen-Plan ins Spiel. Zuerst müssten die Sicherheitsmängel beseitigt werden, zum Beispiel abgebrochene Treppenstufen und bröckelnde Mauern. Als zweites haben die Freien Wähler bei einem Rundgang auch hygienische Mängel bemerkt: volle Mülltonnen mit Rattenfraß etwa. Als drittes müssten die kosmetischen Maßnahmen angepackt werden.

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BEKE MAISCH

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