Mittwoch, 21.11.2018

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Kleinsendelbach: Anwohner rannten offene Türen ein

Verkehrsinsel soll Lärm und Tempo beseitigen helfen — Geschwindigkeitsbegrenzung - 15.06.2018 15:00 Uhr

Verführt zum Durchbrettern. Jetzt ist bald Schluss damit. © Petra Malbrich


Den Anwohnern am Ortseingang Steinbach reicht es. Autos und Lastwagen fahren zu schnell ins Dorf. Diese Geschwindigkeiten und vor allem den Lärm wollen sich die Anwohner nicht mehr länger gefallen lassen. Ein Anwohner hat deshalb Unterschriften gesammelt und dem Gemeinderat überreicht.

Der Bürger regte an, von Fronhof kommend, eine Verkehrsinsel einzubauen. So sollen künftig Lärm und Tempo reduziert werden. Im Gremium stieß er mit diesem Antrag auf offene Ohren. Einstimmig wurde Unterstützung beschlossen, weshalb die Gemeinde diesen Antrag beim staatlichen Straßenbauamt einreichen will.

In der konstruktiven Diskussion kam auch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer bei der Brander Kreuzung ins Gespräch. Warum diese Geschwindigkeitsbegrenzung nicht bis Steinbach ausdehnen? Somit wurde auch diese Anregung für den Antrag aufgenommen und zu guter Letzt noch die Idee, die Geschwindigkeit für Drei- und Fünf-Tonner–LKW auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren, wie es in Effeltrich bereits gültig ist.

Um eine noch nicht vorhandene Straße ging es in dem anderen Tagesordnungspunkt. Im südöstlichen Teil von Schellenberg ist ein etwa 6000 Quadratmeter großes Grundstück, das im Flächennutzungsplan bereits als Bauerwartungsland ausgewiesen ist. Wasseranschlüsse und Kanal sind bereits vorhanden und teils wurden dafür in den Jahren 1978 bis 1980 schon Anschlusskosten erhoben und bezahlt.

Bauland in mehreren Parzellen

Um das Grundstück als Bauland mit mehreren Parzellen auszuweisen, muss auch eine Straße geplant werden. Zudem befindet sich auf dem Grundstück noch eine Hochspannungsleitung. Ob sie für die Bauplätze mit einbezogen werden kann, muss noch mit dem Bayernwerk geklärt werden. Auf jeden Fall wurde nun ein Planungsbüro beauftragt, das Vorschläge für das mögliche Baugebiet macht.

Der Skaterplatz am Sportplatz befindet sich in einem schlechten Zustand und muss renoviert werden. 5 000 Euro stellte die Gemeinde dafür in den Haushalt ein, wie die Vorberatungen zeigten. Sie dienen dazu, nichts zu vergessen. Neben der Renovierung für den Skaterplatz sind 70 000 Euro als Restzahlung für das Kinderhaus vorgesehen. Das Kinderhaus wurde auf den neuesten brandschutztechnischen Stand gebracht und behindertengerecht ausgebaut.

Sanierungsbedürftig ist auch die Überspannung der Brücke im Brander Weg. 105 000 Euro sind dafür eingeplant und mit 100 000 Euro fast genau so viel für die Straße nach Großenbuch.

Auch die energetische Sanierung des Rathauses, das über das kommunale Investitionsprogramm (KIP) gefördert wird, ist voll im Gange. Das Dach wurde bereits neu gedeckt und auch die Fenster erneuert. Nun kommt eine Betonbodenplatte ins Rathaus, das barrierefrei ausgebaut wird. 260 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen.

Gemeinde kauft Bühne

In der Nähe des Rathaus befindet sich die Mehrzweckhalle der Gemeinde. Dort treten bei Veranstaltungen häufig Musikgruppen und Chöre auf, doch die Aktiven sind nicht gut zu sehen, da eine Bühne fehlt. Das soll sich ändern. Die Gemeinde will eine eigene Bühne anschaffen und nicht länger ausleihen. Eine, die leicht aufzubauen ist, wurde bereits gefunden. 5 000 Euro sind dafür vorgesehen.

Nicht sicher ist sich der Rat, was den Bau eines zweiten Löschwasserbehälters betrifft. In Schellenberg ist die Wasserversorgung nicht sicher gestellt. Der vorhandene Löschwasserbehälter reicht dazu nicht aus. Ob allerdings die Gemeinde für den Bau eines zweiten Behälters zuständig ist oder ob dies in die Verantwortung des Abwasserverbands fällt, für den die Gemeinde Investitionsumlage in Höhe von 100 000 Euro bezahlt, muss noch geklärt werden. Vorsichtshalber stellte die Gemeinde dafür 80 000 Euro in den Haushalt ein. 

PETRA MALBRICH

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