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Klosterkirche St. Maria wird renoviert

Erzdiözese gab grünes Licht — Bau von 1630 vorwiegend von Franziskanern genutzt - 09.03.2012 16:49 Uhr

GÖSSWEINSTEIN  - Die Franziskaner-Klosterkirche Sankt Maria im Wallfahrtsort wird in diesem Jahr renoviert. Die Erzdiözese Bamberg hat jetzt „grünes Licht“ gegeben.

Die alte Klosterkirche, die südöstlich der Basilika steht, soll noch heuer saniert werden.
Die alte Klosterkirche, die südöstlich der Basilika steht, soll noch heuer saniert werden.
Foto: Hans Backer
Die alte Klosterkirche, die südöstlich der Basilika steht, soll noch heuer saniert werden.
Die alte Klosterkirche, die südöstlich der Basilika steht, soll noch heuer saniert werden.
Foto: Hans Backer

Das war eine erfreuliche Mitteilung, die Pfarrer Pater Flavian Michali den Mitgliedern der Gößweinsteiner Kirchenverwaltung „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ in der jüngsten Sitzung mitteilte. Die Klosterkirche, die nun renoviert werden soll, wird in erster Linie von den Mönchen des Franziskanerordens genutzt. Und wenn die nahe Basilika nicht zur Verfügung steht, dann ist sie auch einmal Pfarrkirche im Wallfahrtsort.

Die Kirche wurde 1630/1631 auf Anordnung des Bischofs Johann Georg Fuchs von Dornheim im Stil des Übergangs von der Gotik zur Renaissance als Friedhofskapelle gebaut. Das Wappen des Gründers ist noch heute über dem Eingang zu sehen. Der Plan für diese Kirche stammt vom Bamberger Hofbaumeister Giovanni Bonalino und dieser hatte auch die Bauleitung inne.

Von heimischem Maurer


Der Gößweinsteiner Maurermeister Clauß Müller erstellte das Bauwerk und nach Kirchenaufzeichnungen soll er dafür 425 Gulden erhalten haben. Weitere Handwerker aus Gößweinstein, aber auch aus Ebermannstadt, Pottenstein und Bamberg waren an der Bauausführung beteiligt.

Am 4. Oktober 1708, dem Namenstag des heiligen Franziskus von Assisi, fand die feierliche Einweihung statt, obwohl das Bauwerk immer noch nicht vollendet war. Der damalige Weihbischof Johann Werner Schmatz aus Bamberg vollzog die Weihehandlung. Kirche und Hochaltar wurden zu Ehren der Himmelfahrt Mariens konsekriert. Festprediger war Pfarrer Johann Schatz.

Die beiden Nebenaltäre wurden erst 1730 durch den Würzburger Weihbischof Johann Bernhard Meyer geweiht. In die Altarsteine wurden Reliquien der heiligen Martyrer Tiburtius, Maximus, Concessus und Fortunat eingelegt.

Eine umfassende Innenrenovierung des Gottshauses fand 1890/1891 statt, 1958 eine Außenrenovierung. Damit steht fest, dass die jetzige Renovierung dringend erforderlich ist. Den Besitz teilen sich der Freistaat Bayern, das Franziskanerkloster und die Katholische Kirchenverwaltung der Basilika. 

HANS BACKER


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