|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
„Was war das wieder für ein turbulentes Jahr!“, resümierte Sitzungspräsident Ulli Werner. „Griechenland pleite; Georgios Papandreou weg, Italien pleite, Berlusconi weg; Effeltrich pleite – nur der Weiser harrt aus wie eine Zeck“, gemeint sei damit Bürgermeister Richard Schmitt, scherzte Werner. Dies war nicht der einzige politische Seitenhieb an diesem Abend, aber das „Politiker Derblecken“ gehört nun mal zum Fasching wie das „Salz in der Suppe“. Die anwesenden Lokalpolitiker – und es war diesmal wirklich ein politisches Schaulaufen – stellte der Sitzungspräsident mit einer kleinen Quizshow vor. Falsche Antwort: „Fünf Euro für den Bau eines neuen Effeltricher Kindergartens“. So zockte Werner die Politiker an diesem Abend richtig ab und machte dabei auch vor den beiden CSU-Abgeordneten Eduard Nöth und Thomas Silberhorn nicht halt, was ihm letztlich eine schöne Spendensumme einbrachte.
In die Bütt stieg anschließend unter anderen Verwandlungskünstler Wolfgang Düringer aus Gochsheim, der als Klofrau die Lachmuskeln seines Publikums strapazierte. Nicht nur den Lippenstift, sondern auch sonst „dick aufgetragen“ hatte an diesem Abend„Florina“ von den Besenbindern aus Röttenbach. Der quirlige Wirbelwind nahm in ihrer Kinder-Bütt nicht nur das bestehende Schulsystem aufs Korn, sondern überzeugte einmal mehr mit einer humorvollen und grandios vorgetragenen Büttenrede mit einem Spritzer Sarkasmus. Aber auch die anderen Auftritte wie der der frechen Bauchrednerpuppe Hund Oskar oder der von Heidi Wolf vom Effeltricher Fosanochtsverein begeisterten das Publikum.
Nicht nur die Ohren, auch die Augen kamen an diesem Abend nicht zu kurz: Die Jugendgarde, die Zwetschgerla und die Aktivengarde zeigten, was sie einstudiert hatten. Mit ihren Garde- und Showtanzkostümen sorgten sie für einen Höhepunkt an diesem Abend. Die beiden Tanzmariechen Michelle Willert und Sophia Mölkner gaben ebenfalls ihr Bestes und wirbelten anmutig und grazil über die Tanzfläche. Letztere erhielt für ihre Leistung sogar den Gesellschaftsorden des Fastnachtsverbandes Franken.
Ein weiterer Gesellschaftsorden des Fastnachtsverbandes ging an Roland Schmitt, der nicht nur für die Gründung des Männerballetts, sondern auch für viele andere Dinge im Fosanochtsverein verantwortlich ist. Die jungen, wilden singenden Bäuerinnen, brachten anschließend mit ihrem Auftritt eine gehörige Portion Lokalkolorit ein. Comedian Klaus Karl Kraus und der Tanz des Männerballetts waren weitere Programmpunkte. Viele Lacher hatte auch Ulli Werners Andrea-Berg-Parodie auf seiner Seite. In Ableitung ihres Liedes sang er mit Blick auf den geplanten Supermarkt: „Unsere Bürger haben Schweigepflicht, wenn wir was wollen, sollen wir aufs Gericht“ und erntete dafür grandiose Lachsalven.
Aber: „Nach der Prunksitzung“ ist bekanntlich auch wieder „vor der Prunksitzung“, und so können die Effeltricher Narren schon wieder gespannt sein, was sich Werner & Co für 2013 ausdenken.
