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Sonntag, 23.09.2018

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Kunstrad-Ass Kohl glänzt auch in Hongkong

Weltmeister des RMSV Kirchehrenbach in Asien als Star gefeiert - 13.08.2018 14:08 Uhr

Lukas Kohl war nicht nur bei begeisterten asiatischen Autogrammjägern gefragt, sondern auch bei den Medien. Ein Interview gab der Dominator der Szene auf englisch. © Kohl


Bevor es im Chai Wan Sports Center um Punkte ging, nahmen die europäischen Delegationen freilich die Gelegenheit wahr, etwas aus dem reichhaltigen Programm an Sehenswürdigkeiten mitzunehmen. Ausgleich verschaffte sich der 22-Jährige aus Wohlmuthshüll mit Handstand-Einlagen an ungewöhnlichen Orten.

Mit der asiatischen Begeisterung für seinen von künstlerischen und athletischen Elementen geprägten Sport erlebte der Frankre eine ungekannte Form der Aufmerksamkeit. "Das Interesse war beeindruckend. Ich konnte nicht ansatzweise so viele Gast-Geschenke verteilen wie ich selbst entgegengenommen habe. Ich habe unzählige Autogrammkarten geschrieben und noch nie gesehen, aus wie vielen verschiedenen Perspektiven so eine Kür gefilmt werden kann." Tief ergriffen von der Herzlichkeit der Gastgeber, erforderte der Wettkampf zum Abschluss des Aufenthalts indes den ungeteilten Fokus des Weltmeisters.

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Die Karriere des Lukas Kohl: Vom Knirps zum Überflieger

Die Karriere des außergewöhnlich geschickten Kunstrad-Talentes Lukas Kohl begann in früher Jugend beim RMSV Concordia Kirchehrenbach, zunächst beim Radball. Stationen seines Aufstiegs in den vergangenen zehn Jahren bis zum zweifachen Weltmeister.


Kompliziert war die Herausforderung, sich in einer eng bemessenen Dreifach-Halle nicht vom Rummel ablenken zu lassen. Die Hongkong Open der einheimischen Kunstrad-Sportler und ein internationales Radball-Turnier fanden parallel statt, die Zuschauer saßen mit gezückten Smartphone-Kameras beinahe an der Außenlinie der Fahr-Fläche. Lukas Kohl jedoch steigerte den Schwierigkeitsfaktor noch, in dem er den Drehsprung als technischen Pflichtteil auf rekordverdächtigen sieben Umdrehungen ausbaute. Mit 201,68 Zählern schöpfte er die Vorgabe von 207,4 Punkten nahezu komplett aus und sicherte sich im zehnköpfigen Feld mit großem Abstand vor Landsmann Moritz Herbst (182,03) den ersten Platz. Schon bei den ersten beiden Teilen der vom Weltverband organisierten Serie im niederländischen Heerlen und in Prag war der Topfavorit seiner Rolle gerecht geworden. Einziger Wermutstropfen: Die Reisekosten von rund 1900 Euro hat der Sportler selbst zu tragen. 

Kevin Gudd Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt E-Mail

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