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Diese steht in Zusammenhang mit dem Fortbestand der Jahn-Kulturhalle, für die der Nutzungsvertrag mit der Stadt maßgeblich ist. Daran hängt auch die Zukunft des gesamten Jahn-Sportgeländes (wir berichteten mehrfach). Diesbezüglich befindet sich die Stadt weiter in Gesprächen mit der SpVgg Jahn, in deren Besitz sich die Kulturhalle befindet. „Spruchreif ist noch nichts“, so Stumpf. Nach wie vor steht auch ein Verkauf des Geländes und ein Umzug des Jahn zur Debatte.
Der Oberbürgermeister, der bereits im Februar 2011 in dieser Zeitung ankündigte, er könne sich keine jahrelange Sperrung des Kunstrasenplatzes vorstellen, hält eine Sanierung heute für „rausgeworfenes Geld“. Zumal über eine Nutzung des „Grundstückes für andere Zwecke“ , in erster Linie wohl Altenheime, nachgedacht werde, so Stumpf. Allerdings sei auch hier noch nichts entschieden.
Der Leiter des Gartenamtes der Stadt, Herbert Fuchs, hat dennoch die Sanierung des Kunstrasenfeldes — Kostenpunkt rund 250000 Euro — für den Haushalt 2012 angemeldet, ist sich aber sicher, „dass der Punkt wieder herausfliegt“. Schon im Haushalt 2011 war die Platzsanierung gestrichen worden.
Ansonsten gebe es bezüglich des Platzes nichts Neues, im August 2011 habe der Technische Überwachungs-Verein (Tüv) wie jedes Jahr auch den Kunstrasenplatz besichtigt und geprüft. Ergebnis, so Fuchs: „Er ist immer noch kaputt und es besteht massive Unfallgefahr.“ Daher bleibe er weiterhin gesperrt und unbenutzbar.
Ungeachtet der schweren Schlösser an allen Eingängen des eingezäunten Platzes, zeugen unterdessen als Tore umfunktionierte Sitzbänke und leere Plastikflaschen von der heimlichen Nutzung des Geländes. Auch OB Stumpf spricht davon, dass die Sperrung einige Leute offenbar nicht abhält, das Gelände zu betreten.
Das sei laut Tüv aber besonders aufgrund der Fußballtore, die nicht gegen das Umfallen gesichert sind, überaus gefährlich. Des Weiteren sind Risse im teppichähnlichen Belag, Moos wächst mittlerweile über die Seitenauslinien auf den Platz.
1991 wurde der „Jahnplatz II“, der der Kommune gehört, für 900000 Mark fertiggestellt. Acht Vereine nutzten bis November 2010 vor allem in der Wintervorbereitung, wenn die Rasenplätze gefroren sind oder unter dicken Schneedecken liegen, regelmäßig den Kunstrasenplatz. Vor allem in der Trainingsplanung der Landesliga-Fußballer des Jahn spielte der witterungsunanfällige Platz eine große Rolle. Fortan herrscht nun wenigstens Planungssicherheit, dass man sich keine Hoffnungen mehr auf eine Sanierung machen darf.
