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Leistungslevel an der Platte als Zahlenwert

Marius Zaus erklärt die QTTR-Rangliste - 21.03.2017 12:14 Uhr

Marius Zaus. © Tsimplostefanaki


"Das Tischtennis-Ranking (TTR) gibt es seit 2011 und es hilft, die Spielstärke zu vergleichen. Die jeweils zugewiesene Startpunktzahl soll gleichzeitig Motivation bis in die unteren Amateurligen sein, sich zu verbessern. Auf einem Computer-Portal, das sich durch Verbände, Vereine und private Spielermitgliedschaften finanziert, werden sämtliche Ergebnisse registriert. Das Ranking wird im Quartal aktualisiert. Die Stichtage im Mai und Dezember bilden die Basis für die Mannschaftsaufstellung zur Hin- und Rückrunde. So ist gewährleistet, dass an Position drei oder vier auch wirklich derjenige auf diesem Level agiert und nicht ein eigentlicher Topmann.

Da die Einstufung aber nur in Deutschland verbindlich erfolgt, werden manche noch unbekannten Spieler aus dem Ausland zunächst unterschätzt. Die Nummer eins der Welt bewegt sich bei etwa 2800 Punkten. Ab 2100 kratzt man ungefähr an den Top 100 in Deutschland. Grundlage des Punktesystems ist eine Wahrscheinlichkeitsfunktion. Entscheidend ist der Abstand zwischen den Werten zweier Kontrahenten vor jedem Duell. Bei den Erwachsenen kann die Veränderung maximal 16 Plus- oder Minuspunkte betragen. Bei Punktgleichheit erhält der Sieger acht Zähler, der Verlierer bekommt denselben Abzug. Es gibt aber auch den Fall, dass ein vom Papier her überlegener Gegner für seinen Erfolg keinen einzigen Punkt mehr bekommt. Je besser der Spieler, desto eher führt eine kleine Formschwäche zu einem Abrutschen. Diese Logik soll anspornen, sich immer behaupten zu wollen und die nachfolgenden Leute belohnen, die Etablierten anzugreifen.

Weil die Einsatzmöglichkeiten im Ligabetrieb mit der Mannschaft beschränkt sind, werden auch Turnierspiele berücksichtigt. Wer da fleißig und erfolgreich ist, kann mächtige Sprünge machen. Gleichzeitig herrscht manchmal Angst, sich durch eine verkorkste Teilnahme die Arbeit einer Saison kaputt zu machen. Nach der Rangliste richtet sich auch die Nominierung für den Landeskader sowie die Setzlisten bei Meisterschaften." 

gu

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