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Melodischer Aufruf zu mehr Frieden auf Erden

Sinfonisches Blasorchester des MV Buckenhofen spielte zum Thema „Et in terra pax“ in Verklärung Christi - 13.11.2013 17:26 Uhr

Erstmals spielte das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins Buckenhofen mit dem großen gemischten Chor des Herder-Gymnasiums sowie der „Schola Cantorum“ von „Git.Art.M.“. © Astrid Löffler


Wer bei Blasmusik nur an zünftige Bierzeltkultur denkt, wurde beim letzten Konzert des Sinfonischen Blasorchesters in der Saison 2013 eines Besseren belehrt: Die gut 60-köpfige Truppe, die bereits bei diversen deutschlandweiten Wertungsspielen erfolgreich gewesen ist, bot ein anspruchsvolles Potpourri aus Klassik, Film- und Popmusik. Eine Botschaft hatte das Ganze auch noch: Alle Stücke verurteilen Gewalt und Krieg, wie es schon der Titel der Veranstaltung – „Et in terra pax“ (Und Friede auf Erden) – nahegelegt hatte.

Obgleich es bereits der dritte Auftritt des Sinfonischen Blasorchesters in der Pfarrkirche Verklärung Christi war, stellte er doch eine Premiere dar, wie der Vorsitzende des Musikvereins, Heiner Kredel, erklärte. Noch nie zuvor hatte sich das „Aushängeschild des Vereins“ Unterstützung durch einen Chor geholt. Mit 80 Sängern vom großen gemischten Chor des Herder-Gymnasiums sowie der „Schola Cantorum“ (Singschule) des privaten Musikinstitut „Git.Art.M.“ fiel dieser dann auch gleich beachtlich aus.

Höhepunkte des 75-minütigen Konzerts waren das titelgebende Stück „Et in terra pax“ des zeitgenössischen belgischen Komponisten Jan van der Roost und „Celtic Child“ (Keltisches Kind) von dessen Landsmann Bert Appermont mit einem souveränen Gesangssolo der Gymnasiastin Miriam Heigl. Das dreigeteilte, zehnminütige Stück sei einerseits Protest gegen Ungerechtigkeiten – vor allem gegenüber den Kleinsten –, sähe andererseits aber auch Zuversicht, erklärte der katholische Pfarrer von Buckenhofen und Burk, Klaus Weigand, der durch das Programm führte. „Der dritte Teil will uns ermutigen, unsere Hoffnungen nicht einfach aufzugeben“, resümierte der Geistliche. „Sie leben in unseren Kindern weiter.“

Abgerundet wurde der musikalische Aufruf für Frieden unter der Leitung von Orchester-Dirigent Mathias Wehr durch die Stücke „Adagio“ und „Hymn to the fallen“, die den Film „Soldat James Ryan“ untermalen, sowie der beliebten Ballade „Hallelujah“ von Leonard Cohen, die die 140, überwiegend jungen Musizierenden den rund 500 Zuhörern als Zugabe mit auf den Nachhauseweg gaben.

Das nächste Konzert des Sinfonischen Blasorchesters im Musikverein Forchheim-Buckenhofen verspricht „Musikalische Humoresken“. Es findet statt am Samstag, 1. Februar 2014, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus Forchheim. Das komplette Programm für das nächste Jahr ist zu finden unter dem Link „Abo-Ticket 2014“ auf www.mv-buckenhofen.de 

VON ASTRID LÖFFLER

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