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Freitag, 14.12.2018

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Mit Musik gegen Alkohol und Nikotin ankämpfen

Dieter Breivogel klärt mit seiner Band Schüler der Ritter-von-Traitteur-Schule über Sucht-Gefahren auf - 23.10.2017 08:00 Uhr

Wie wichtig es ist, „Nein“ zu sagen, erklärten Dieter Breivogel und die Musiker seiner Band den Jugendlichen. Schockfotos machten auf die Folgen von Alkohol- und Zigarettenkonsum aufmerksam. © Foto: Roland Huber


"Keine Macht den Drogen, keine Macht der Sucht", heißt das erste Lied, das Timmis Band für die Kinder spielt. Über Musik will die Drogenprävention-Gruppe die Schüler erreichen und sie zum Mitsingen animieren.

Zwischen den Musikstücken erzählt Dieter Breivogel, der früher als Hausmeister an einer Schule gearbeitet hat, von den Anfängen in die Sucht. Die erste Zigarette oder den ersten Alkohol bekomme man meistens von einem Freund. "Es ist wichtig, dass ihr mit euren Freunden über eure Probleme redet und nichts in euch hineinfresst", legt Dieter Breivogel den Kindern ans Herz.

Bei den Liedern sind die Schüler von Anfang an mit Spaß dabei und klatschen zu den Liedern im Takt. Zwischen den Informationen müssen die Jungen und Mädchen Fragen beantworten und können kleine Preise gewinnen. Ein weiteres Lied hat einen traurigen Hintergrund und handelt von einem jungen Mann, den er selbst kannte. "Er hat in der 4. Klasse angefangen zu rauchen, kurz danach dann der erste Alkohol, dann ist er von der Schule geflogen und hat angefangen illegale Drogen zu nehmen und hat sich dann mit 22 Jahren von einem Hochhaus gestürzt", erzählt Dieter Breivogel betroffen. Mit der Geschichte will er den Schülern zeigen, wie stark so ein Teufelskreis aus Süchten sein kann und lässt dabei auch den Tod nicht aus dem Spiel.

 "350 Menschen sterben jeden Tag in Deutschland an den Folgen von solchen Raucherkrankheiten", erzählt Dieter Breivogel und sorgt damit für Entsetzen bei seinen jungen Zuhörern. Ekel kommt im Publikum auf, als er auf der Leinwand Bilder zeigt, die zur Abschreckung auf den Zigarettenschachteln abgebildet sind. Kehlkopfkrebs, der nach außen wächst, eine schwarze Lunge oder faule Zähne sind nur einige unschöne Beispiele.

Wichtig ist Dieter Breivogel und seiner Band, dass die Kinder gar nicht erst mit den Drogen anfangen. Deshalb üben sie bei ihren Auftritten mit den Schülern auch immer das Nein-Sagen. "Wenn euch eine Zigarette angeboten wird, könnt ihr sagen, nein ich will nicht abhängig werden oder nein ich treibe Sport und brauch meine Luft zum Atmen oder aber auch nein, das ist mir einfach zu teuer", so Dieter Breivogel. Möglich sind solche Auftritte laut Dieter Breivogel nur durch die Sponsoren. Das war bei der Veranstaltung in der Ritter-von-Traitteur Mittelschule das erste Mal das Gesundheitsamt Forchheim.

  

NINA EICHENMÜLLER

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