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„Ja, ja ich weiß schon, manches hört sich ein bisschen verrückt an“, sagt Katharina Fischer. Aber die Event-Managerin weiß, wovon sie spricht, schließlich hat sie auch schon Aktionen, wie „Coburg macht blau“ oder die Museumsnacht in Coburg mitorganisiert. Die 59-Jährige ist mit ihrem Mann Ulrich Fischer erst vor einem halben Jahr von Rödental bei Coburg nach Ebermannstadt gezogen – mehr aus Zufall, weil das Paar hier das richtige Haus für sich gefunden hat und sie auch die Gegend sehr schön finden.
Ein bisschen erstaunt war sie dann beim Besuch des Altstadtfestes. „Da war außer Biertrinken und ein bisschen Musik so gar nichts los“, sagt Fischer rückblickend. Da habe sie damals gedacht: „Ebermannstadt ist so ein schönes Städtchen. Da müsste man doch was machen können.“
Als professionelle Event-Managerin kamen ihr gleich ein paar Ideen: Zum Beispiel die Aktion „Ebermannstadt sieht rot“ analog der Veranstaltung „Coburg macht blau“ – natürlich alles ein bisschen kleiner.
Coburg präsentiert sich dabei seit Jahren einen Tag lang in Blau – mit zahllosen Aktionen, Musik, Tanz, Kunstausstellungen verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag. „In Ebermannstadt müssten halt die Einzelhändler mitmachen“, weiß Fischer aus Erfahrung.
Mit kreativen Ideen könnte man so durchaus mehr Kaufkraft in die Innenstadt ziehen, glaubt sie. Sie hat noch weitere Vorschläge parat: So könnte sie sich vorstellen, dass ein Nachtwächter durch die Altstadtstraßen zieht, vor Weihnachten könnte man Adventsfenster dekorieren und passende Aktionen dazu organisieren. Auf dem Marktplatz könnte man aber auch eine Automeile mit Werbeständen präsentieren.
In die Schaufenster der leerstehenden Läden in der Altstadt würde sie Kunst platzieren, man könnte auch mal eine Modenschau organisieren oder gar eine Miss Fränkische Schweiz küren. „Die gibt es noch nicht“, weiß die Event-Managerin, die mit ihrer Modelagentur „fisher’s house“ auch Partner der „Miss-Germany–Korporation“ ist. Die Leute müssten sich halt mal zusammensetzen und überlegen, was in Ebermannstadt möglich ist und was zum Städtchen passen würde, meint Katharina Fischer, denn sie ist sich sicher: „Da könnte man schon was bewegen.“
Sie würde sich auch selbst für die Aktionen engagieren und notfalls sogar von Haustür zu Haustür gehen, sagt sie. „Ehrenamtlich“, wie sie versichert.
Doch wenn man offiziell Models buchen würde, um zum Beispiel Flyer in der Stadt zu verteilen, würde das natürlich etwas kosten. „Aber das muss man dann sehen.“ Vorerst wollte sie einfach ein paar Ideen anbringen. Jetzt ist sie gespannt, was daraus wird.
Sehr angetan von den Vorschlägen war auf jeden Fall CSU-Stadträtin Sigrid Hübschmann. „Ich finde die Ideen ganz toll. Es wäre schon gut, wenn etwas mehr Leben in der Innenstadt wäre“, sagte sie in der Sitzung des Haupt- und Kulturausschusses.
Auch Bürgermeister Franz Josef Kraus fand das vorgelegte Konzept von Katharina Fischer „ganz interessant“. Die Event-Managerin soll nun zur nächsten Sitzung am 13. März eingeladen werden, wo sie ihre Ideen und Vorschläge den Stadträten genauer erläutern kann.
