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Sonntag, 23.09.2018

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Neuer Trainer übernimmt Eggolsheims Basketballer

Bayernligist sehnt sich nach Kontinuität und sucht noch Verstärkungen - 22.06.2018 11:00 Uhr

Nico Winter, im Duell mit zwei Gegnern aus Weiden (blaue Trikots), gilt mit 17 Jahren als Hoffnungsträger für die Zukunft bei den Eggolsheimer Basketballern. © Foto: Ralf Rödel


Der Ballast einer improvisierten Vorbereitung und Personalplanung, weil die Ligazugehörigkeit im Sommer 2017 erst über Umwege geklärt war, verfolgte die DJK über den Jahreswechsel bis in die gegenwärtige Spielpause. Der nur wenige Wochen vor Ligastart Ende August verpflichtete Nürnberger Trainer Alfred Stephan musste nach dem Ausscheiden von einem guten halben Dutzend Stammkräfte in kurzer Zeit Lücken stopfen und mit der verbliebenen Mannschaft eine angemessene Spielstrategie entwickeln. Bis zum Ende der Hinrunde gelang dieser Spagat mit einer Bilanz von vier Siegen und sieben Niederlagen noch sehr ordentlich, ehe eine Serie von fünf Pleiten zu Beginn in 2018 die Alarmglocken schrillen ließ. Erneut war ein Endspurt von vier Siegen erforderlich, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Dies weckte bei allen Beteiligten den Wunsch nach klärenden Gesprächen. "Wir haben uns zusammengesetzt und im Einvernehmen die Entscheidung gefällt, dass eine Veränderung für beide Seiten sinnvoll ist", erklärt Abteilungsleiter Alexander Roppelt die Trennung vom Übungsleiter. Anstatt sich wie vor Jahresfrist hektisch auf Nachfolgesuche zu begeben, kann Roppelt sofort den neuen Mann an der Seitenlinie präsentieren. "Wir wollten ihn ja schon für die letzte Saison holen, nur musste er da kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen. Der Kontakt blieb bestehen", verrät Roppelt. Im zweiten Anlauf kommt nun Patrick Loskarn aus Rattelsdorf, wo er als Co-Trainer des ehemaligen DJK-Trainers Manuel Aas fungierte, an den Eggerbach. Der 37-jährige Altendorfer stammt aus der Jugendschmiede des TTL Bamberg, musste seine Laufbahn in der Bayernliga aber nach zwei Kreuzbandrissen im Knie frühzeitig beenden.

Die Wahl für Loskarn resultiert, wie Alexander Roppelt bestätigt, freilich aus den positiven Erfahrungen mit jüngeren Trainern wie Manuel Aas und Maximilian Haider. Das Kennenlernen begann bereits Anfang Juni mit den ersten lockeren Übungseinheiten. Auch da will die DJK aus den Problemen von 2017 lernen und möglichst früh in die Vorbereitung starten. Intensiv und konzentriert soll es vor allem im Juli zur Sache gehen, da der Ferien-Monat August traditionell von Urlauben und geschlossener Halle durcheinandergewirbelt wird.

Lange Liste der Fragezeichen

Doch Wirbel herrscht ja ohnehin mal wieder genug im personellen Bereich. Beim Topscorer Rodelio Arcilla steht der Fortsetzung seines Höhenflugs vielleicht das neuerliche Familienglück im Weg, beim zurückgekehrten Niklas Möhrlein wohl eher die Verpflichtungen als Vertragsfußballer beim Bayernligisten Jahn Forchheim. Distanz-Schütze Julian Roppelt packt abermals das Fernweh, Youngster Fritz Eismann dürfte nach auskurierter Knieverletzung ab Herbst eher auf ein höherklassiges Engagement schielen und beim flinken Aufbau-Strategen Alexander Flügel droht nach einer Schnittverletzung am Arm gar das Karriere-Aus. Einziger gefühlter Neuzugang ist Maximilian Rahm, der vorübergehend aus beruflichen Gründen kürzergetreten war.

"Wir hätten eigentlich ein stabiles Gerüst, können aber Ausfälle kaum kompensieren. Daher suchen wir noch mindestens drei Spieler, die sofort Verantwortung übernehmen können", beschreibt Abteilungsleiter und Center Alexander Roppelt das Stellenprofil potenzieller externer Verstärkungen. Bereits angelaufen ist parallel die Mission, die Eigengewächse noch mehr einzubinden und konstant im Herren-Trainingsbetrieb zu fördern. 

Kevin Gudd Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt E-Mail

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