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Obetrubach: Bürger stimmen über Mobilfunkmast ab

Befragung am Tag der Landtagswahl geplant - 07.09.2018 14:00 Uhr

„Eine Quelle, wo gar keine ist?“ Im Obertrubacher Gemeinderat wurde darüber diskutiert, wie dieser Fleck verschönert werden könnte. © Foto: Franz Galster


Die Gemeinderäte sagten bei der jüngsten Sitzung zu, das Bürgervotum bei der weiteren Vorgehensweise zu berücksichtigen. Nach vorhergehenden Informationsveranstaltungen war eine Delegation der Initiative am 30. August im Rathaus zu Gast, um eine Liste mit 226 Unterschriften gegen das Vorhaben abzugeben. Allein 205 Unterschriften stammten aus Geschwand. Auf Grund dieser Tatsache zog die Initiative die bereits vereinbarte Bürgerbefragung in Zweifel.

Die Befragung soll zeitgleich mit der Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober stattfinden. Die anonyme Befragung soll klären, wie die Bewertung der Bürger zum Funkmasten ist und welche Bedeutung sie dem Mobilfunk beimessen. Ein vorgelegter Entwurf zur Befragung wurde auf einige wesentliche Fragen reduziert. Dazu zählen Punkte wie Besitz und Nutzung eines Handys, Bedeutung und Verfügbarkeit des Mobilfunks für den einzelnen, dazu die entscheidende Frage, ob ein Mobilfunkmast gebaut werden soll oder nicht. Schließlich können die Bürger ankreuzen, in welchem Ortsteil sie wohnen. Orte wie Wolfsberg sind bisher ohne Handyempfang.

Einzelne Versuche im Gemeinderat, mögliche schädliche Folgen eines Mobilfunkmasten in den Fragebogen aufzunehmen, lehnte Bürgermeister Markus Grüner ab. Es soll eine strikt neutrale Befragung sein. Aufmerksam verfolgten Vertreter der Bürgerinitiative die Diskussion, die trotz der Brisanz sachlich verlief.

Ein Dauerbrenner wird in der Gemeinde mittlerweile auch das Thema Lichtfarbe der Dorfbeleuchtung. Die Entscheidung soll zwischen kaltem Weiß oder einem warmen Ton fallen. Roland Wölfel stellte den Antrag, die Bürger auch hierzu am 14. Oktober zu befragen. Das soll auf einem separaten Zettel erfolgen. Grüner will die Zahl der Wahlhelfer erhöhen, um am gleichen Tag alle Ergebnisse zu ermitteln.

Kurz diskutiert wurde die Maßnahme Trubachtalstraße mit der Aufwertung im Bereich der Trubachquelle und die Errichtung eines Wasserlaufs. Die Quelle am Ortsausgang in Richtung Egloffstein fiele kaum auf, hieß es. Die Idee: Mit Rohren den Verlauf ortseinwärts verlängern und attraktiv gestalten. Die Kosten hierfür liegen voraussichtlich bei 40 000 Euro.

Eine Zusage im Rahmen einer städtebaulichen Förderung (60 Prozent) liegt vor. Rund 1000 Euro Stromkosten würden jährlich anfallen. "Wollen wir uns das als Tourismusgemeinde leisten oder nicht", fragte Bürgermeister Grüner in die Runde. "Eine Quelle, wo gar keine ist?", fragte Richard Grüner skeptisch. Roland Wölfel und Bernd Reichel schlugen vor, gestalterisch mehr daraus zu machen. Schließlich einigte sich der Rat auf einen Termin, um vor Ort das Vorhaben anschaulicher diskutieren zu können.

Eine wichtige Botschaft im Bericht des Bürgermeisters war die Meldung, dass das Amt für Ländliche Entwicklung grünes Licht für den vorzeitigen Beginn der Dorferneuerung Wolfsberg gegeben hat. Eine Stützmauer, am Ortseingang von Obertrubach kommend soll dieses Jahr noch realisiert werden. 23 Baufirmen wurden angeschrieben. Die Verlegung der Trubach am Ortsausgang Richtung Egloffstein, Voraussetzung für die Straßensanierung, wird im Frühjahr 2019 in Angriff genommen.

Begonnen haben auch die Bauarbeiten für die Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Marien. Die Bodenplatte soll im September fertig sein, das Gesamtprojekt bis Ende 2018. Nachdem das Projekt Dorfladen in Obertrubach ein überwältigendes Echo gefunden hat, haben auch hier die Sanierungsarbeiten am Gebäude begonnen. Der Gehsteig entlang des Gebäudes in Richtung Rathaus soll verbessert werden.

Am Ende teilte Bürgermeister Grüner die Termine für die kommenden Bürgerversammlungen mit. Bärnfels, Freitag, 9. September, Geschwand, Sonntag, 11. November und Wolfsberg am Montag, 12. November. Für Obertrubach wird ein neuer Termin festgelegt. 

FRANZ GALSTER

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