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Ölpreise: Warum das Heizen auch in Franken teuer bleibt

Experte Markus Laßner über die Entwicklung auf dem Markt - 12.09.2018 18:15 Uhr

Kunden müssen für ihre Heizung momentan tiefer in die Tasche greifen. © dpa


Herr Laßner, womit muss man als privater Kunde derzeit rechnen?

Markus Laßner: Bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern, der üblichen Menge für ein Einfamilienhaus, kostet der Liter inklusive Steuern etwa 81 Cent. Das sind rund 18 Cent mehr als im Vorjahr. Man merkt den Energiehunger weltweit und die Auswirkungen des Iran-Konfliktes.

Warum ist es gerade jetzt so teuer?

Markus Laßner © F.: Güldner


Markus Laßner: Der enorme Preisanstieg der vergangenen Woche hängt mit der verheerenden Explosion und dem anschließenden Großbrand in der Raffinerie in Vohburg an der Donau zusammen. Die Anlage dort wird auf unabsehbare Zeit ausfallen. Sie ist ja die größte Raffinerie Bayerns. Das bedeutet weniger Heizöl auf dem Markt. Da stieg der Preis innerhalb weniger Tage um ganze vier Cent. Wir holen unsere Ware ja nicht nur aus den Tanklagern, sondern mit unserem Tanklaster, in den 32 000 Liter passen, auch direkt von der Raffinerie dort oder aus Ingolstadt. Es wird noch einige Wochen dauern, dann wird sich die Belieferung durch andere Raffinerien hoffentlich ausgeglichen haben.

Und wie geht es weiter?

Markus Laßner: Derzeit halten sich unsere Kunden im Landkreis merklich zurück. Sie warten ab, ob sich der extreme Spitzenpreis wieder abschwächt. Natürlich weiß keiner genau, was in der Zukunft sein wird und ich kann niemandem Hoffnungen machen, dass es jemals wieder deutlich günstiger wird. Es mag zwar Schwankungen von einigen Cent geben, grundsätzlich aber wird meiner Meinung nach alles, was mit Energie zusammenhängt, teurer werden. 

UDO GÜLDNER

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