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Freitag, 14.12.2018

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Parken zur Weihnachtszeit in Forchheim: "Massive Beschwerden"

Anwohner in Forchheim klagen über Wildparker - Probleme rund um Marktplatz und in Stadtteilen - 05.12.2018 13:51 Uhr

Zur Weihnachtsmarktzeit sind Parkplätze heiß begehrt und auch Flächen, die eigentlich gar keine Parkplätze sind. © Roland Huber


Herr Brütting, stille und heilige Nächte scheint es gerade nicht zu geben. Regelmäßig ist der Marktplatz abends ringsum zugeparkt, auf Flächen, die keine Parkplätze sind. Ein spezielles Problem in der Weihnachtszeit?

Roland Brütting: Der Marktplatz ist in der Tat ein spezielles Problem, aber auch außerhalb der Weihnachtsmarktzeit. Die zentrale Lage macht den Platz attraktiv für Besucher. Auch im Sommer wird dort wild geparkt. Das ist generell ein Problem in Lagen, wo es ringsherum gut gehende Gastronomie gibt. In einzelnen Stadtteilen führt das zu teilweise massiven Beschwerden der Anwohner, weil dort abends rücksichtslos zugeparkt wird.

Der Marktplatz wird auch an Stellen zugeparkt, die eigentlich frei bleiben sollen (im Bild die Fläche mit dem roten Auto). Und das zu jeder Zeit. © Roland Huber


Kontrolliert die Stadt das?

Roland Brütting: Unsere Verkehrsüberwacher sind auch in den Abendstunden, im Sommerhalbjahr bis 22 Uhr, im Winterhalbjahr bis 21 Uhr, im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Im Spätdienst sind sie zu zweit auf Tour, mehr Kontrolle lässt die Personalsituation nicht zu.

Roland Brütting © Foto: Linke


Strafzettel scheinen nichts zu bewirken, denn gefühlt ändert sich an der Parksituation nicht viel . . .

Roland Brütting: Ich habe den Eindruck, dass das bei den Parkenden tatsächlich wenig Eindruck macht. Die Messlatte, jemand abschleppen zu lassen, liegt rechtlich recht hoch. Bliebe noch die Möglichkeit, Sperren dort einzubauen, wo nicht geparkt werden soll. Doch wir können nicht an jeder Stelle, an der das Parken verboten ist, einen Zaun oder ähnliches aufbauen. Was den Marktplatz betrifft, werden wir zur Weihnachtsmarktzeit verstärkt auf das Parken achten. In den vergangenen Jahren wussten wir uns nicht anders zu helfen als ein absolutes Halteverbot anzuordnen, da wegen der parkenden Autos die Busse in den Gegenverkehr gezwungen wurden. Der Vorschlag der Grünen, einen kostenlosen Busverkehr in der Stadt während der Adventszeit anzubieten, wird nicht viel daran ändern. Gerade unser Zielpublikum auf dem Land ist auf das Auto angewiesen, weil es dort nur wenige Busverbindungen gibt. Sie werden also weiterhin mit dem Auto zum Markt fahren müssen.

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Info: Auch in Ebermannstadt ist das Thema Parken immer wieder ein Thema. Vor allem für die Gastronomen, die sich eine bessere Lösung wünschen. 

Patrick Schroll Redakteur Nordbayerische Nachrichten Forchheim E-Mail

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