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Derzeit besuchen Schüler aus Poxdorf die Mittelschule Baiersdorf, die aber wegen stark sinkender Schülerzahlen zum 1. August 2013 einen Schulverbund mit Erlangen eingehen muss. Die Poxdorfer Räte hatten deshalb in ihrer Sitzung von Anfang November mehrheitlich beschlossen, den Schulverband mit Baiersdorf aufzukündigen und für die Poxdorfer Schüler eine Kooperation mit Forchheim anzustreben, denn die dortige Ritter-von-Traitteur-Schule hat ebenfalls einen M-Zug.
Hier, so die Überlegung, würden die Poxdorfer Jugendlichen beieinander bleiben können, während in Erlangen die Gefahr bestünde, dass sie zwischen den dort bestehenden drei Mittelschulen pendeln müssten.
Den Poxdorfer Schülern, die zur Zeit bereits die Baiersdorfer Mittelschule besuchen, gefiel der Ratsbeschluss vom November überhaupt nicht. Ihre Eltern brachten das mit einer Unterschriftenliste zum Ausdruck, in die sich 137 Personen eingetragen haben. In einem Brief an die Bürgermeisterin und die Räte forderten die Eltern, den Ratsbeschluss aufzuheben, den Schulverband Baiersdorf-Poxdorf beizubehalten und dem Beitritt dieser Mittelschule in den Schulverbund Erlangen zuzustimmen. Das Ergebnis der anschließenden Debatte war Folgendes: In Bezug auf die Poxdorfer Schüler, die derzeit bereits die Baiersdorfer Mittelschule besuchen, erklärt der Gemeinderat sein Einverständnis, dass diese Schule dem Schulverbund Erlangen beitritt. Schüler aus Poxdorf, die ab dem Schuljahr 2013/14 auf die Mittelschule wollen, sollen dagegen die Ritter-von-Traitteur-Schule besuchen dürfen, worüber mit der Stadt Forchheim ein Vertrag abzuschließen ist.
Für Gesprächsstoff sorgte auch das Baugebiet „Irrlenwiesen“. Der Gemeinderat hat die Vergabe der Tiefbauarbeiten für die verkehrstechnische Anbindung der neuen Grundstücke hinter der Schule verweigert und damit die Resterschließung blockiert.
Im März 2012 hatte der Gemeinderat beschlossen, das große gemeindeeigene Grundstück hinter der Schule in Poxdorf in Bauland umzuwandeln. Im Juni 2012 und erneut im August war dann ein Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes „Irrlenwiesen“ gefasst worden, damit dort vier Einzelhäuser und ein Doppelhaus errichtet werden können. Beide Beschlüsse waren von der CSU und den Jungen Bürgern (JB) nicht mitgetragen worden, hatten jedoch mit 7:6 Stimmen eine Mehrheit gefunden.
Inzwischen hat die Verwaltung das Ingenieurbüro Höhnen & Partner aus Bamberg mit der Erstellung der Erschließungspläne für die Zufahrtsstraße zu den neuen Baugrundstücken beauftragt. Dieses hat vorgeschlagen, die Tiefbauarbeiten an die Baufirma Winkler aus Hausen zu vergeben, deren Angebot für die Straßen- und Kanalarbeiten am günstigsten ist: Es liegt bei knapp 213000 Euro brutto.
Paul Steins (CSU) machte darauf aufmerksam, dass dieser Betrag weit über den im August genannten Kosten von 145000 Euro liege. Daraufhin erläuterte Andreas Reißner vom Bauamt, dass die damals genannte Summe nur auf Schätzungen beruht habe; man sei auch noch davon ausgegangen, dass nur ein Teilausbau der Stichstraße erforderlich sei. Außerdem seien inzwischen die Preise insgesamt angestiegen.
Steins Mahnung, dass man sich ja derzeit in der „haushaltslosen Zeit“ befinde und nicht einfach weitere Ausgaben beschließen dürfe, begegnete Geschäftsstellenleiter Andreas Pfister mit dem Hinweis, dass es sich bei den Tiefbauarbeiten um eine „fortführende Maßnahme“ im Zusammenhang mit einem bereits beschlossenen Projekt handle. Deshalb sei es rechtlich in Ordnung, die Vergabe der Tiefbauarbeiten zu beschließen.
Da die CSU sowie die JB diesen Überlegungen nicht folgen mochten und ein Gemeinderat abwesend war, ergab sich bei der Abstimmung ein Patt von 6:6 Stimmen. Damit war die Beschlussvorlage abgelehnt. Bürgermeisterin Gunhild Wiegner bedauerte die Entscheidung und wies auf eventuell drohende Regressansprüche von Seiten der Firma hin, die die Planungen ausgearbeitet hat.

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