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Proben für den Ernstfall: Feuerwehr-Großübung bei Gräfenberg

Reitstall bei Hohenschwärz "brannte", drei Menschen mussten gerettet werden - 06.08.2014 10:26 Uhr

Mit schwerem Gerät durchsuchten zahlreiche Einsatzkräfte eine Stallung in Hohenschwärz.

Mit schwerem Gerät durchsuchten zahlreiche Einsatzkräfte eine Stallung in Hohenschwärz. © Forchheim


Als die Sirenen gegen 16.45 Uhr ertönten, wußte niemand in den Gräfenberger Ortsteilen Kasberg, Neusles, Hohenschwärz, Thuisbrunn und Haidhof was eigentlich los war. Alarmiert waren neben den örtlichen Feuerwehren auch die Feuer-wehren von Egloffstein, Gräfenberg, Igensdorf und Weißenohe. Die Gräfenberger rückten sogar mit der Drehleiter aus.

Nur wenige der beteiligten Feuerwehrleute wußten zu diesem Zeitpunkt ob es sich um den Ernstfall, oder „nur um eine Übung“ handelt. Die eintreffenden Feuerwehren erhielten ihre Weisungen, was sie zu tun hatten, die einen hatten die Straßen rund um Hohenschwärz zu sichern, die anderen die Wasserversorgung sicher zu stellen. Angenommen war, dass das Gut Hohenschwärz, ein großes landwirtschaftliches Anwesen mit Pferdehaltung, in Brand geraten war.

Wenigstens 4 Menschen wurden vermisst. Vor Ort fanden sich nicht nur sämtliche Kreisbrandmeister, an der Spitze Ludwig Baumann und Michael Langenhan ein, auch die Kommandanten aus Gräfenberg Thomas Müller, aus Egloffstein Günter Polster, aus Weißenohe und den anderen Wehren waren vor Ort. Hinzu kamen Kreisbrandrat Reinhardt Polster und Kreisbrandinspektor Markus Wolf. Die Atemschutzgruppe unter Leitung von Thomas Windisch war ebenfalls vor Ort. Zum Einsatz kam auch die UG-Oel mit zwei Einsatzwagen aus Forchheim. Schnell war die Wasserstrecke aufgebaut, die Gebäude durch Wasservorhänge gesichert und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude verhindert.

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Großübung der Feuerwehren im Landkreis Forchheim

Proben für den Ernstfall: Knapp 110 Einsatzkräfte testeten bei einer Großübung der Feuerwehren im Landkreis Forchheim die Katastrophe. Eine Stallung in Hohenschwärz bei Gräfenberg geriet vermeintlich in Brand, drei Personen mussten aus den verwinkelten Räumen gerettet werden.


Die hohe Drehleiter war ausgefahren, auch von dort wurde das Dach der landwirtschaftlichen Halle mit Wasser aus einem C-Rohr gesichert. Die vermissten Personen konnten durch den schnellen und umsichtigen Umgang der Atemschutzgeräteträger nahezu unversehrt geborgen werden. Später wurden noch die Feuerwehren aus Ortsspitz und Seidmar nachalarmiert. Die nicht vorher angekündigte Großübung dauerte bis in die Abendstunden noch an. Die Feuerwehrver-antwortlichen waren mit dem Ergebnis und dem gut funktionierenden gemeinsamen Einsatz sehr zufrieden. 

Rolf Riedel, tl

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