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„Vor Beginn der Runde in den Amateurligen muss jede Mannschaft eine Meldeliste abgeben. Die besten Spieler stehen dort ganz oben und treffen in der Saison auf ihresgleichen, während analog dazu die Schwächeren der Teams gegeneinander antreten. Früher kam es vor, dass Vereine ihre Liste absichtlich frisiert und ihren besten Mann weiter hinten gemeldet haben. Damit konnte dieser gelegentlich einer sicheren Niederlage gegen den Besten einer anderen Mannschaft aus dem Weg gehen und stattdessen einen anderen Gegner besiegen.
Mit der Einführung der „Leistungsklassen“ (LK) war das vorbei. Die LK steht für die Stärke eines Tennisspielers. Die besten Amateure — unterwegs in den höchsten deutschen Ligen — haben LK1, Anfänger beginnen in LK23. Um sich auf ein niedrigeres Level zu spielen, braucht es innerhalb einer Saison (der Schnitt wird zu Rundenende im Oktober gemacht) möglichst viele Punkte.
Die gibt es für Siege in der Liga. Je niedriger die LK des Kontrahenten, desto besser. Auf einen Schlag können maximal 150 Punkte erzielt werden, mindestens jedoch fünf. Starke Spieler verlieren mit der Zeit ihre gute Einstufung, wenn sie beispielsweise in der Kreisklasse leichte Gegner wegputzen. Am Saisonende wird abgerechnet. Ab 250 Punkten geht es ein Level nach oben, ab 750 sogar um drei. Maximal fünf Stufen kann ein Spieler innerhalb eines Jahres klettern, oder um zwei abstürzen. Er kann aber auch seine Klasse halten.
Die Leistungsklasse ist nicht nur dafür da, die Spielstärke der Sportler zu beschreiben und Tricksereien bei den Aufstellungen zu verhindern. Bei beliebten Privatturnieren wird das Bewerberfeld ebenfalls danach ausgewählt. Nur die Besten werden genommen. Vor allem für Nachwuchstalente sind solche Events, viel mehr als der Ligabetrieb, ein potenzielles Sprungbrett in eine spätere Profikarriere.“

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