Dienstag, 18.12.2018

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Schäden im Asphalt dämpfen Laune der Buckenhofener

Auch Parkplatzsituation war Thema in der Bürgerversammlung - 17.11.2018 12:00 Uhr

Flickwerk macht den Buckenhofenern nichts aus, aber wenn die Löcher bleiben, sehen sie ein Sicherheitsrisiko. In der Bürgerversammlung wurde Kritik geübt. © Foto: Roland Huber


Anwohner Benno Dorn kreidete in der Buckenhofener Bürgerversammlung den Umgang mit der Buckenhofener und der Pautzfelder Straße an. Die Straßen seien in Teilen in einem "desolaten Zustand". Die Löcher im Asphalt seien ein Sicherheitsrisiko für Auto- und Radfahrer. Außerdem sei der Schwerlastverkehr auf der Durchgangsstraße in Richtung Pautzfeld nicht zumutbar.

"Uns stört, dass da nicht mit uns gesprochen wird", sagte Benno Dorn, der für seine Ausführungen einige Zustimmung erhielt. Bürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) erklärte, dass die Straßen zwar durchaus auf seiner Agenda seien, er aber noch nicht sagen könne, wann die Straße repariert wird.

"Forchheim muss 248 Kilometer an Straße unterhalten", erklärte Uwe Kirschstein. Dafür standen in den letzten Jahren rund 500 000 Euro zur Verfügung, in den letzten zwei Jahren stieg der Betrag an, jedoch nicht genug für die Instandhaltungskosten von 2,3 Millionen Euro, die die Stadt eigentlich aufbringen müsste.

Kirschstein verwies darauf, dass eine Ausbesserung der Straßen auch aus wirtschaftlicher Sicht vorerst nicht sinnvoll sei. Er könne jetzt nicht die Straße an der Oberfläche ausbessern und dann in einigen Jahren eine Komplettsanierung durchführen, bei dem die schadhaften Stellen sowieso ausgebessert würden.

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Auch die Parksituation in Buckenhofen war ein Diskussionspunkt. "Was wird gegen das Verkehrschaos in der Hauptstraße unterhalb der Kirche gemacht?", fragte eine Bürgerin. Die parkenden Autos seien ein Ausdruck des Wunsches nach Parkräumen, antwortete Kirschstein.

Dem Vorschlag eines Bürgers, einen Verkehrsspiegel gegen die Unübersichtlichkeit an der Einmündung der St.-Josef-Straße aufzustellen, erteilte der Oberbürgermeister eine Absage: Die Möglichkeit sei geprüft worden. "Es ist nicht möglich, an der Stelle einen Spiegel aufzustellen."

Die Halteverbote für die Zeiten, in denen die Kehrmaschine durch Buckenhofen fährt, verschärfen das Verkehrsproblem zusätzlich. "Diese speziellen Halteverbotsschilder sind eine Forchheimer Eigenart", sagte Kirschstein. Er wolle mit der Verwaltung mögliche Lösungen besprechen.

Weiterhin kam bei der Versammlung die Grundschul-Turnhalle zur Sprache. Bei einem Umbau vor einigen Jahren wurde ein Zugang für Vereine eingerichtet, allerdings geht die Tür nach innen auf, weshalb im Innenraum zu wenig Platz ist. Im Zuge der Generalsanierung soll die Tür jedoch ausgetauscht werden.

Umbau der Turnhalle gesichert

In Sachen Sanierung hatte Uwe Kirschstein zudem Neuigkeiten für die Buckenhofener im Gepäck: "Wir sind im KIP-S mit drin". KIP-S ist ein Förderprogramm und steht für Kommunalinvestitionsprogramm Schulen. Damit kann die Sanierung beginnen, der OB peilt als Baubeginn das Jahr 2020 an. Fertig sein soll die Turnhalle dann zwei Jahre später.

Etwa 40 Bürgerinnen und Bürger waren in die Sportgaststätte gekommen, um dem Oberbürgermeister Fragen zu stellen. Wie es denn um das Baugebiet Tränklein stehe, wollte ein Bürger wissen. "Tränklein wird ein Baugebiet, wenn wir ein neues Baulandmodell haben", erklärte Uwe Kirschstein. Im Zuge dieser Bauarbeiten soll dann auch die Straße zum Sportplatz ausgebaut werden.

  

JULIAN HÖRNDLEIN

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