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Technische und wirtschaftliche Planung für Glasfaserausbau auf dem Prüfstand - 15.10.2016 12:15 Uhr

Durch Glasfaserleitungen flitzen die Daten am schnellsten. © Kabel Deutschland


Dass sich Heiligenstadt um Aufnahme in das Förderprogramm des Bundes bewirbt, hat der Marktgemeinderat bereits in einer früheren Sitzung festgelegt. Vertreter eines auf Breitbandausbau spezialisierten Planungsbüros aus Reichenschwand stellten dem Gremium nun erstmals eine detaillierte technische sowie eine grobe wirtschaftliche Planung vor.

Die Streckenplanung wurde gemeinsam mit dem kommunalen Bauhof erstellt und sieht den Anschluss von 1230 Anwesen in der kompletten Gemeinde mit Glasfaserkabeln vor.

Der Zeitplan steht

Der grobe Zeitplan sieht für das Betreibermodell den Baubeginn für Herbst 2017 vor. Die ersten Anwesen könnten dann zum Jahresende mit Glasfaseranschlüssen bis in das Haus versorgt werden. Das Gremium musste sich bislang noch auf keine Betreibervariante festlegen, das geschieht, falls Heiligenstadt in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen wird, erst im kommenden Frühjahr. Zunächst gilt es, die Unterlagen fristgereicht bis zum 28. Oktober einzureichen. Dem stimmten die Räte einstimmig zu.

Bericht zur Rechnungsprüfung

Marktgemeinderat Johannes Hösch als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses bestätigte in seinem Bericht zur Rechnungsprüfung 2014 der Verwaltung eine korrekte Arbeitsweise, es gibt keine Prüfungsfeststellungen. Die scheidende Kämmerin Elisabeth Dicker erläuterte kurz das nunmehr geprüfte Jahresergebnis 2014 von 9,035 Mio Euro, das anschließend einstimmig festgestellt wurde.

Sammeltaxis und Bürgerbus

Der letzte Punkt im Gemeinderat war das Thema Mobilität. Ein im „Tabea Familienzentrum“ wohnendes Ehepaar beklagte die schlechte Verbindung der Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmittel nach Bamberg oder Ebermannstadt und schlägt die Einrichtung eines Anruf-Sammel-Taxis vor.

Peter Landendörfer bestätigte, dass die Gemeinde mit der Mobilität bei den älteren Bürger nicht gerade punkten könne, da nütze auch Breitband nichts. Bürgermeister Helmut Krämer erklärte, dass es im ganzen Landkreis Bamberg kein einziges Sammeltaxi gäbe, dies sei lediglich in Forchheim der Fall. Eine Verbesserung der Situation erhoffe er sich zum einen durch den Bürgerbus, der ab der kommenden Woche wieder regelmäßig verkehrt.

Zudem überprüft der Landkreis Bamberg mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes, wie der ÖPNV verbessert werden könne. Ab November wird ein Mobilitätskonzept erarbeitet, bei dem auch die Gemeinde mitwirken werden. Elisabeth Dicker erinnerte in diesem Zusammenhang, dass es vor Jahren bereits ein Sammeltaxi gab, das aber aufgrund viel zu weniger Fahrgäste wieder eingestellt wurde. 

STEFAN BRAUN

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